Von Samstag, 26. September, bis Dienstag, 29. September, wird die Eitorfer Kirmes mit vielen Fahrgeschäften den Ortskern dominieren.
Beleuchtung und GummimattenSo wird die größte Kirmes in Rhein-Sieg in Eitorf aufgebaut

Die Vorbereitungen für die Eitorfer Kirmes laufen: „Mr. Gravity“ erhält noch ein paar Lautsprecher.
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Der Kran ragt in die Höhe, denn bei „Krumm & Schief Bau“ wird gearbeitet – und zwar das ganze Wochenende über. Das verrückte Haus mit dem Baustellen-Thema ist eine von vielen Attraktionen auf der Eitorfer Kirmes, die von Samstag, 26. September, bis Dienstag, 29. September, stattfindet. Zwei Tage vor dem Start werden die letzten Beleuchtungen angebracht, die Putzeimer und Wischtücher bestimmen das Treiben – alles muss blitzen und blinken bei der größten Kirmes im Rhein-Sieg-Kreis.
Drei bis vier Stunden dauert der Aufbau der Achterbahn neben der Kirche St. Patricius
Zu den Highlights bei den Fahrgeschäften gehören traditionell das Kettenkarussell „Wellenflug“ und das Riesenrad „Ostseestern“, von dem sich ein Blick über die gesamte Kirmes bietet. Kinder und Erwachsene können die „Euro Rutsche“ hinunter sausen oder sich von „Mama Caramba“ durchschütteln lassen. Beginnen wird die Kirmes am Samstag um 14 Uhr mit dem Fassanstich durch Bürgermeister Rainer Viehof auf dem Marktplatz.

Der „Wellenflug“ erhält seine Sitze.
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Das Wort „Kirmes“ ist eine Abkürzung von „Kirchenmesse“, denn die Volksfeste waren früher eng mit kirchlichen Bräuchen verknüpft. Wohl nirgendwo wird das so deutlich wie in Eitorf, denn die „Speedy“-Achterbahn steht direkt im Kirchgarten von St. Patricius. Nur wenige Meter neben den Mauern werden die Wagen vorbei sausen. „Mein Vater spricht das ganze Jahr von nichts anderem als der Eitorfer Kirmes“, sagt Schausteller Maximilian Welte, dessen Vater Marco das Fahrgeschäft gehört. „Hier ist es nicht wie in größeren Städten, auch wenn die Kirmes vergleichbar groß ist. Die Besucher sind viel angenehmer, auch die Anwohner sind alle Fans. Ständig kommt einer rüber und zeigt auf das Fenster seiner Wohnung, alle haben Spaß“, sagt er.

Maximilian Welte ist mit seiner Familie zum zwölften Mal als Schausteller auf der Eitorfer Kirmes.
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Der Aufbau der Achterbahn neben den Kirchmauern von St. Patricius – sie stehen nur zwei Meter entfernt – sei eine Herausforderung. „Wichtig ist, dass man die Wiese davor wieder ordentlich verlässt. Normalerweise dauert das Aufstellen der Lkw 30 Minuten, hier drei bis vier Stunden. Wir legen Gummimatten auf der Wiese auf und müssen vorsichtig darüber fahren. Auch die Mauer zur Straße überbauen wir – mein Vater kennt alle Details“, sagt Welte. Die erste Fahrt des Tages machten sie selbst. „Um zu hören, ob vielleicht etwas mit den Kugellagern oder den Reifen nicht stimmt – wir haben einen Haufen Ersatzteile mit.“
Zum zwölften Mal seien sie auf der Kirmes dabei. Die Preise seien so hoch wie im vergangenen Jahr. „Die Besucher ärgern die hohen Kosten derzeit genauso wie uns. Aber deswegen ist das Verständnis bei den meisten groß, die Leute wissen, dass auch wir von etwas leben müssen. Sie sparen lieber woanders, damit sie sich auf der Kirmes etwas gönnen können“, so Welte.
Polizei, Ordnungsamt und private Sicherheitskräfte sollen verstärkt auf dem Kirmesgelände präsent sein
Während der Kirmes ist die verkehrsreiche Durchfahrt des Zentrums für motorisierten Verkehr gesperrt. Schon seit Dienstagabend läuft der Aufbau, zahlreiche Zufahrten zu Brückenstraße, Bahnhofstraße und Marktplatz sind geschlossen. Erst nach Abschluss der Abbau- und Reinigungsarbeiten am Mittwochmittag sollen alle Straßen wieder freigegeben werden. Die Gemeinde hat Umleitungsstrecken eingerichtet, auf denen ein striktes Halte- und Parkverbot gilt. Die Gemeinde kündigte verstärkte Kontrollen an. Busse verkehren noch bis einschließlich Freitag.
Für Besucher stehen mehrere Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören der große Park&Ride-Parkplatz, der von der Sieg aus über die Brückenstraße erreichbar ist. Unter der Hochstraße, an der Sekundarschule, am Sportplatz sowie an den Siegwiesen gibt es weitere Parkflächen. Am Kirmesdienstag wird der Parkplatz der Sekundarschule für den Aufbau des Feuerwerks ab 7 Uhr gesperrt.
Am Samstag und Sonntag können Menschen, die mit dem Auto fahren, den Parkplatz von ZF Sachs nutzen. In der Eipstraße werden zusätzliche Schwerbehindertenparkplätze eingerichtet. Die Gemeinde empfiehlt, nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Die S-Bahnen fahren teilweise als Busersatzverkehr, der RE 9 verkehrt regulär. Alle Linien sind mit dem Deutschlandticket oder einem vergleichbaren Abo nutzbar.

Betonblöcke sollen die Zufahrten zur Eitorfer Kirmes schützen.
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Beim Thema Sicherheit setzt die Gemeinde auf zusätzliche Maßnahmen. Die Zufahrten zum Veranstaltungsbereich werden mit Betonfertigelementen und mobilen Zufahrtssperren gesichert. Diese können nur von Rettungskräften und Sicherheitsbehörden geöffnet werden. Polizei, Ordnungsamt und private Sicherheitskräfte sollen verstärkt auf dem Kirmesgelände präsent sein. Die Gemeinde weist darauf hin, dass es derzeit keine Hinweise auf eine besondere Gefahrenlage gibt. Anlassbezogene Kontrollen von Personen und Taschen sind dennoch vorgesehen. Besucher werden gebeten, auf große Rucksäcke und Taschen sowie potenziell bedrohlich wirkende Gegenstände zu verzichten.
