Eine besondere Herausforderung war der Grüngürtel-Ultra-Lauf für zwei Eitorfer bei Minusgraden und Eisesglätte.
„Hart, beeindruckend, unvergesslich“Eitorfer meistern Ultra-Lauf in Köln bei Schnee und Eis

Bei Schneefall, Eis und Minusgraden stellten sich zwei Eitorfer dem G1 Grüngürtel-Ultralauf in Köln.
Copyright: Jörg Löhr
Ein „regelrechtes Winterabenteuer“ erlebten zwei Eitorfer Langstreckenläufer beim Grüngürtel-Ultra-Lauf in Köln. Dabei ging es in 63 Kilometern am Stück rund um Köln, wie der Name vermuten lässt, am Grüngürtel entlang – bei starkem Schneefall und Minusgraden. Als „hart, beeindruckend und unvergesslich“ bezeichneten die Läufer diese Ausnahmeerfahrung.
Der Herausforderung stellten sich Jörg Löhr (63 Jahre alt) und Carlos Maia (52 Jahre alt) und bezeichneten den Lauf nicht nur als „landschaftlich spektakulär“, sondern auch wegen des Winterwetters als „physisch besonders anspruchsvoll“.
Glitzernde Schneefelder im strahlenden Sonnenschein beim Ultra-Lauf
Die Läuferinnen und Läufer starteten nach Sonnenaufgang am Sportpark in Köln-Stammheim. „Von dort führte die Strecke zunächst durch die verschneiten Grünflächen auf der rechten Rheinseite. Glitzernde Schneefelder im strahlenden Sonnenschein, kahle Bäume und klare Winterluft sorgten schon früh für eine besondere Atmosphäre“, berichtet Läufer Jörg Löhr.

Bei Schneefall, Eis und Minusgraden stellten sich zwei Eitorfer dem G1 Grüngürtel-Ultralauf in Köln, v.l. Carlos Maia und Jörg Löhr.
Copyright: Jörg Löhr
Trotz Schnee und stellenweise glatter Wegstellen sei die Strecke gut laufbar gewesen. Die Strecke führte über die Westhovener Aue zum Rhein, den Löhr und Maia bei der Rodenkirchener Brücke überquerten. Weiter ging es am Geißbockheim entlang zum Decksteiner Weiher. Bei Kilometer 32 der Strecke konnten die beiden kurz verschnaufen, dort wartete eine offizielle Verpflegungsstelle – die einzige bei diesem Ultra-Lauf übrigens.
Nachdem sie das Rhein-Energie-Stadion passiert hatten ging es weiter über die Aachener Straße in den westlichen Grüngürtel, vorbei am Max-Planck-Institut und dem Landschaftspark Belvedere, wo die beiden Eitorfer schließlich die Marathonmarke erreichten (42,195 Kilometer).
Bis zu 400 Teilnehmende jährlich beim Grüngürtel-Ultra-Lauf
„Im Nüssenberger Busch und auf den weiten, verschneiten Flächen hinter dem Autobahnkreuz Köln-Nord fühlte man sich fast wie in den verschneiten, menschenleeren Weiten Skandinaviens“, so Jörg Löhr. Von dort ging es weiter in Richtung Rhein. Entlang des Flusses führte die weitere Route zur Mülheimer Brücke und wieder zurück auf die rechte Rhein-Seite.
Der letzte Abschnitt der 63 Kilometer verlief entlang des Rheinufers bis zurück hinter den Schlosspark Köln-Stammheim.
Der ursprünglich kleine Gruppenlauf des G1 Grüngürtel Ultra entwickelte sich seit dem Start im Jahr 2018 zu einem Großevent. Jährlich stellen sich im Januar bis zu 400 Läuferinnen und Läufer der Herausforderung. Dabei können sie sich frei entscheiden, ob sie „links eröm oder rächs eröm um Kölle“ laufen. (red)

