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GemeinderatsbeschlussEitorf stärkt die Schulsozialarbeit

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Eitorf_Rathaus

Der Eitorfer Gemeinderat will die Schulsozialarbeit perspektivisch stärken.

Eitorf – Ein deutliches Zeichen für die Stärkung der Schulsozialarbeit setzte jetzt der Gemeinderat. Er beschloss auf Vorschlag des Schulausschusses nicht nur einstimmig, die bisher fünf Stellen der Schulsozialarbeiter auch nächstes Jahr beizubehalten, sondern sie ab 2023 auch nicht mehr zu befristen.

Das wird möglich, weil die Eitorfer darauf setzen, übernächstes Jahr das Haushaltssicherungskonzept verlassen zu können. Dann würden sie nämlich auch die Kosten für die Schulsozialarbeit komplett finanzieren dürfen.

Für freiwilligen Aufgaben der Gemeinde gibt es Beschränkungen

Bisher war das nicht möglich, weil es sich nach Auffassung des Landes nicht um eine Pflichtaufgabe, sondern um eine freiwillige Leistung handelt. Und die darf die Gemeinde nicht übernehmen, solange sie den Vorschriften des Sicherungskonzeptes unterliegt. Das Land förderte die Schulsozialarbeit allerdings mit 60 Prozent der Kosten.

Dass diese Arbeit enorm wichtig für die Schulen ist, bekräftigen die Gremien der Gemeinde seit Jahren. Weil es künftig nur noch eine Förderung für 1,1 Stellen statt bisher 3,2 Stellen geben soll, beantragte Laura Faßbender für die CDU, über die Empfehlung erst in der nächsten Ratssitzung zu entscheiden.

CDU besann sich eines Besseren

Darüber zeigte sich Kämmerer Klaus Strack, der kommissarisch auch das Schulamt leitet, verärgert. Er forderte, die Gemeinde sollte die Entfristung für den Tag beschließen, an dem sie aus dem Sicherungskonzept herauskomme. Ein anderes Signal sei unfassbar. Auch die SPD und die BfE plädierten dafür, diesen Beschluss jetzt zu fassen.

Bürgermeister Rainer Viehof (parteilos) sprach den Sozialarbeitern ein großes Lob für ihre Arbeit an den Schulen aus und warnte, die Kommune verliere sehr gute Kräfte, wenn sie immer nur befristete und keine festen Anstellungen biete. Auch der Vorsitzende des Schulausschusses, Dietmar Tendler (SPD), betonte, die Mitarbeiter hätten eine Entfristung verdient, und forderte eine Sitzungsunterbrechung. Nach dieser zog Faßbender ihren Vorschlag zurück und teilte mit, die CDU werde den Beschluss doch mittragen.