Die Feuerwehr musste den 34-jährigen Fahrer befreien, die Sövener Straße ist in Höhe der Sportschule gesperrt.
Autofahrer eingeklemmtLinienbus stößt in Hennef mit Audi zusammen

Auf der Sövener Straße in Hennef ist am Samstagmittag ein Linienbus mit einem Auto zusammengestoßen.
Copyright: Marius Fuhrmann
Auf der Sövener Straße in Hennef ist am Samstagmittag (21. März) ein Linienbus mit einem Auto zusammengestoßen. Der Autofahrer wurde schwer verletzt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Mehrere Businsassen wurden leicht verletzt. Die Sövener Straße ist derzeit gesperrt.
Bus-Unfall in Hennef: Audi-Fahrer schwer verletzt – Straße gesperrt
Der Unfall geschah gegen 13.25 Uhr in Höhe des Parkhauses der Sportschule Hennef. Wie Thomas Vitiello, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Hennef, berichtet, fuhr der Bus der Linie 516 vom Hennefer Zentrum kommend in Richtung Söven. Darin saßen der 29-jährige Busfahrer sowie fünf Fahrgäste im Alter zwischen elf und 59 Jahren. Entgegen kam ihnen ein 34-jähriger Asbacher in einem Audi A6 Avant.

Die Feuerwehr trennte das Dach des Audis ab, um den Fahrer zu befreien.
Copyright: Marius Fuhrmann
Der bergauf fahrende Bus geriet am Ende einer Linkskurve ins Straßenbankett. Daraufhin verlor der Fahrer offenbar die Kontrolle über den Bus und geriet in den Gegenverkehr. Der Audi-Fahrer konnte nicht mehr bremsen, es kam zum Zusammenstoß. Der Bus schob das Auto etwa 40 Meter vor sich her und kam quer zur Fahrbahn zum Stehen, zuvor war er gegen eine Betonmauer geprallt, wodurch Scheiben zerbarsten.
Hennef: Linienbus kollidiert mit Audi A6 – Feuerwehr befreit Fahrer
„Als wir ankamen, war der Autofahrer eingeklemmt, die Businsassen waren bereits draußen“, sagte Vitiello. Alle Aufmerksamkeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute unter Führung von Frank Heimann galt zunächst dem schwerverletzten Autofahrer. „Wir haben das Fahrzeug zunächst gegen Wegrutschen gesichert und mit hydraulischen Geräten das Dach und die Türen abgetrennt. Der Mann war schwer im Fußraum eingeklemmt, deswegen haben wir die Pedale abgeschnitten. Mit einer Kette haben wir das Lenkrad gesichert“, schilderte Vitiello.
Nach einer Dreiviertelstunde war der Mann befreit und wurde im Rettungswagen behandelt. Zwischenzeitlich war am Feuerwehrhaus in Söven ein Rettungshubschrauber gelandet, der den 34-Jährigen in die Bonner Uniklinik flog. Der Busfahrer hatte leichte Verletzungen erlitten, er kam ebenfalls ins Krankenhaus. Die Elfjährige war mit dem Kopf gegen die Scheibe geprallt und wurde im Beisein ihrer Mutter in die Kinderklinik gebracht. Ein junger Mann klagte über Schmerzen in Hand und Knie, er wurde vor Ort behandelt.
Weil die Ärzte bei dem Autofahrer Lebensgefahr nicht ausschließen konnten, forderte die Polizei vorschriftsmäßig ein sogenanntes VU-Team an. Es kam aus Gummersbach und sicherte die Unfallspuren mit besonderem Equipment, über das die Polizei in ihren Streifenwagen nicht verfügt. Das völlig zerstörte Auto muss abgeschleppt werden, ebenso der Bus. Die Sövener Straße ist in Höhe der Sportschule deswegen noch mehrere Stunden gesperrt.
Warum der Busfahrer in den Gegenverkehr geriet, müssen die Ermittlungen zeigen. Vor Ort waren 45 Feuerwehrleute, außerdem Angehörige von Polizei, Rettungsdienst, Notärzte und die Hubschrauber-Crew.

