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KönigswinterStadt hat viele Maßnahmen zum besseren Schutz vor Starkregen umgesetzt

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Anfang Juni 2021 gingen im Raum Uthweiler wahre Wassermassen nieder und sorgten für Überflutungen. (Archivbild)

Königswinter – Nach den beiden Starkregen im Juni und Juli 2021, die in Königswinter vor allem den Raum um Uthweiler trafen und die teils massive Schäden durch Überflutungen in Wohnungen und Unternehmen verursachten, hat die Stadt Königswinter allein 38 kurzfristige Maßnahmen zum besseren Schutz der Bürger umgesetzt. Dabei griff sie auf Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger selbst sowie der Feuerwehr und des Baubetriebshofes zurück, wie aus einem jüngst im Bau- und Verkehrsausschuss vorgelegten Zwischenbericht hervorgeht.

Wassermassen flossen in Betriebe und Wohnungen

Die Wassermassen strömten seinerzeit vor allem von den Hängen und Wiesen herunter, überspülten Straßen und liefen in Betriebe und Wohnungen.

Dem Bericht zufolge wurden unter anderem Wälle gebaut, das Gefälle an Wegen geändert, aber auch die Reinigungsintervalle von Sinkkästen an insgesamt 46 Standorten erhöht. Aber auch Rechen an kleinen Bachläufen wurden erneuert oder Gräben reprofiliert, letzteres vor allem an der Landesstraße 143, der Ortsumgehung Oberpleis, durch den Landesbetrieb Straßen NRW.

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Nicht zuletzt wurden Abflusshindernisse beseitigt wie kleine Stege, die über Bachläufe führten. Geplant als mittelfristige Maßnahmen sind dem Bericht zufolge beispielsweise an der Wingertsbitze und der Dollendorfer Straße (Lützbach) die Wiederherstellung von Notwasserwegen über Gräben. Dazu zählt aber auch die Beseitigung einer Viehtriebbrücke zwischen Freckwinkel und Uthweiler, die ein Abflusshindernis darstellen kann.

Zu den langfristigen Projekten zählt laut Bericht die Erstellung einer Starkregengefahrenkarte nach dem Vorbild der Gemeinde Wachtberg (www. wachtberg-starkregen.de), deren Erarbeitung in städtischer Eigenregie rund ein bis zwei Jahre dauern und etwa 70.000 Euro kosten könnte. Bei dieser Karte, die verschiedene Pegelstände simulieren kann, werden laut Theo Krämer, Technischer Dezernent der Stadt Königswinter, auch Gewässer erfasst, die aus Hennef oder Bad Honnef Richtung Königswinter fließen. (csc)