Nach langer VerzögerungNeu gebautes Hallenbad in Königswinter öffnet Anfang März

Das Hallenbad ist nach einer halbjährigen Bauverzögerung endlich fertiggestellt und geht bald in den Betrieb.
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Königswinter – Der Sachstandsbericht zum Hallenbad und der benachbarten Kita vom Leiter des Geschäftsbereichs Grundstücke und Gebäude bei der Stadt Königswinter, Stefan Sieben, ließ die Mitglieder des Hauptausschusses erstaunt aufhorchen. Denn die Aufzählung der Verzögerungsgründe, die von Corona über Lieferverzögerungen, nicht leistungsbereite Firmen, virtuelle Bausitzungen, mangelhafte Bauleitung und Mängel aus Gewerksabnahmen reichten, ließen kaum den Schluss zu, dass der neu gefasste Zeitplan für die Neubauten eingehalten werden könnte. Und das, nachdem schon das ursprünglich angestrebte Zeitfenster „Mitte 2021“ nicht mehr zu halten war.
Die positive Nachricht war dann, dass der Badebetrieb ab dem 2. März starten könne, da die Fertigstellung des Hallenbades zum 31. Januar feststand und die Übergabe am 4. Februar stattfinden werde. Zum 28. Februar soll der Probebetrieb beginnen, nachdem Restarbeiten erledigt und Mängel behoben wurden.
„Die Eröffnungsmodalitäten müssen wir coronabedingt noch einmal überdenken“, sagte Dezernentin Heike Jüngling. Auf jeden Fall stehe das neue Hallenbad, das weiterhin von der Schwimmtreff Hallenfreizeitbad GmbH betrieben wird, für das Schulschwimmen zur Verfügung.
Kita soll am 21. Februar eröffnet werden
Die Arbeiten an der Kindertagesstätte Hallenbad wurden zum Ende des Jahres 2021 abgeschlossen. Auch hier gibt es noch restliche Arbeiten und ein paar Mängel müssen noch beseitigt werden. Das soll zum 7. Februar abgeschlossen sein, damit die Betreuung der Kinder durch die Elterninitiative „Kleiner Drachen“ zum 21. Februar starten kann.
Sehr viel zäher verlief die anschließende Verhandlung zur Haushaltssatzung und zum Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2022 im Ausschuss. Auf 20 Seiten waren die Änderungsvorschläge der Fraktionen und der Verwaltung zum Entwurf gelistet und wurden Punkt für Punkt zum Teil höchst kontrovers diskutiert.
Hauptausschuss stritt über Etat und vertagte sich
Während die Koalition aus SPD, Grünen und Köwis versuchte, den Haushalt durch „Schieben“ von Sanierungsmaßnahmen in Folgejahre auszugleichen, suchten die übrigen Ausschussmitglieder eher nach Einsparpotenzialen bei Stellenbesetzungen oder dem moderateren Ausbau der informellen Bürgerbeteiligung. Nach der festgelegten Sitzungsdauer von vier Stunden hatte der Ausschuss erst die Hälfte der Vorschläge abgestimmt und vertagte sich.
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Mittlerweile wurde der 4. Februar als Fortsetzungstermin anberaumt, damit der Haupt- und Finanzausschuss einen Beschluss zur Änderung des Hebesatzes für die Grundsteuer B fassen und dem Stadtrat für seine Sitzung am 14. Februar vorschlagen kann.
Die drei zur Abstimmung vorliegenden Alternativen sind erstens Unveränderter Hebesatz der Grundsteuer B (bei derzeit 560) und eine Reduzierung des Eigenkapitals um voraussichtlich 12,6 Millionen Euro, zweitens Erhöhung des Hebesatzes um 130 Punkte auf 690 und eine Reduzierung des Eigenkapitals um voraussichtlich 5,7 Millionen Euro sowie drittens eine Erhöhung des Hebesatzes auf 760 und keine Reduzierung des Eigenkapitals.



