Touristenattraktion vor dem AusSea Life in Königswinter schließt wohl Ende des Jahres

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Das Sea Life Center in Königswinter schließt Ende des Jahres.

Königswinter  – Das Sea Life in Königswinter könnte Ende des Jahres schließen. Die Merlin Entertainments Gruppe als Inhaber hat bei der Stadt eine Anfrage gestellt, den bis zum Jahr 2064 laufenden Vertrag vorzeitig zu beenden. Dies war nach dem Hauptausschuss bekannt geworden, wo der Wunsch des Unternehmens im nicht-öffentlichen Teil behandelt wurde.

„Das grundsätzliche Ansinnen der vorzeitigen Vertragsbeendigung und die erfolgten Gespräche seitens der Stadt mit der SLC Sea Life Centre Meerwasseraquarium Betriebs GmbH können wir bestätigen“, sagte Königswinters Pressesprecher Florian Striewe auf Anfrage.

Sea Life in Königswinter: Mehr als 120 Meeresbewohner auf 2000 Quadratmetern

Die Stadt und die Sea Life Centre Meeraquarium Betriebs GmbH hatten im Jahr 2004 einen Erbbaurechtsvertrag über das Grundstück an der Rheinallee abgeschlossen, 2005 öffnete das Großaquarium mit seinen diversen Themenbereichen.

Das Leben im Rhein wird in dem 2000 Quadratmeter großen Rundbau ebenso dargestellt wie das im Korallenriff. Über 120 verschiedene Meeresbewohner leben im Sea Life in Königswinter: Hai, Feuerfisch, Seepferdchen.

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Fische hautnah gibt es im Sea Life in Königswinter.

Es gibt ein Rochenbecken, einen gläsernen 360-Grad-Tunnel durch eine Ozeanwelt, wo Glatthai und Adlerrochen über die Besucher hinwegschwimmen und ein Berührungsbecken, wo Kinder zum Beispiel Seesterne anfassen können. 

Über die Gründe, warum sich Sea Life nun derart kurzfristig aus dem Vertrag zurückziehen und bereits Ende des Jahres das Großaquarium schließen will, wurde noch nichts bekannt. Ob rückläufige Besucherzahlen eine Rolle spielten, konnte die Stadt nicht beantworten. „Wie sich die Besucherzahlen in den zurückliegen Jahren entwickelt haben, können wir aus unserer Warte nicht einschätzen“, so Striewe. 

Inhabergruppe passe sich den Marktanforderungen an, teilte der NRW-Geschäftsführer mit

Das Sea Life bestätigte das Ersuchen an die Stadt, den Vertrag vorzeitig aufzulösen, nicht. Martin Lind, Manager der NRW-Standorte teilte auf Anfrage lediglich mit: „Wie in all unseren Standorten üblich sind wir auch in Königswinter in stetem Austausch mit den Verantwortlichen der Stadt um ein partnerschaftliches Miteinander zu gewährleisten.“

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Das Sea Life in Königswinter will Ende des Jahres schließen.

Das Erlebnisaquarium in Königswinter ist eins von acht in Deutschland und Teil der Merlin Entertainments Group Deutschland GmbH. „Regelmäßig tauschen wir uns auch zur bestmöglichen wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Standorte aus, ebenso in Königswinter. So entwickelt sich die Gruppe fortwährend weiter und passt sich Marktveränderungen an“, so Lind weiter. Sollten Entscheidungen zu Veränderungen in Standortstrukturen getroffen werden, würden diese offen kommuniziert.

Erlebnisaquarium Sea Life stellt für Königswinter eine zentrale Tourismusattraktion dar

Die Stadt Königswinter verliert durch die Schließung eine wichtige Touristenattraktion. Bürgermeister Lutz Wagner hatte wiederholt betont, dass das Sea Life für Königswinter ein zentraler Touristenmagnet ist.

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Aber nicht nur das wird für die Stadt zum Problem: Der markante Rundbau auf der Rheinpromenade kann aufgrund der eingebauten Aquarien kaum für eine andere Nutzung gebraucht werden.

Sea Life in Königswinter: Platz ist städtebaulich von zentraler Bedeutung

Welche Um- oder Nachnutzung sich für das Gebäude beziehungsweise der Fläche ergeben sollte, könne in der Kürze der Zeit nicht eindeutig ausgeführt werden, antwortete Stadtsprecher Striewe auf Anfrage. Klar sei aber, dass der Bereich unmittelbar mit der direkten Umgebung, also der Promenade und Tourismusachse zum Drachenfels im Zusammenhang steht und damit städtebaulich von zentraler Bedeutung sei.

„Jegliche Überlegungen und Planung sind insofern zentral für die weitere Entwicklung und werden vor diesem Hintergrund mit der erforderlichen Sorgfalt angegangen werden“, fügt er an. In der Ratssitzung am Montag steht das Seas Life und die Zukunft des Gebäudes auf der Agenda des nicht-öffentlichen Teils. 

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