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Kreissynode per VideoRedebedarf bei den Kirchengemeinden

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Die Superintendentin Almut van Niekerk beklagt die zahlreichen Austritte.

Rhein-Sieg-Kreis – In Form einer Videokonferenz hat am Samstag die Kreissynode der 33 evangelischen Kirchengemeinden an Sieg und Rhein stattgefunden. Eine zuvor in der Troisdorfer Johanneskirche aufgezeichnete Andacht wurde als Video eingespielt. Neben Wahlen standen danach Finanzbudgets und die sogenannten Kooperationsräume auf der Tagesordnung.

„Wir müssen reden“, sagte Superintendentin Almut van Niekerk, als sie auf den Mitgliederrückgang – sieben Prozent in den zurückliegenden fünf Jahren – im Kirchenkreis zu sprechen kam. Insbesondere beklagte sie die Austritte. „Wir werden nur gemeinsam Lösungen und Wege finden, die Menschen dazu bewegen, auch weiterhin bewusst und fröhlich Ja zu ihrer Kirche zu sagen.“

Pfarrstellen müssen gestrichen werden

Der Schwund wirkt sich nicht zuletzt auf die Pfarrstellen aus. Peter Gottke, Skriba im Kreissynodalvorstand, sprach von einem Paradigmenwechsel. Die Zahl der Pfarrstellen müsse deutlich zurückgehen: von heute rund 50 vollzeitlichen Stellen auf 34 in zehn Jahren. Damit nicht jede Gemeinde für sich Stellen streichen muss, was in Gemeinden mit Einzelpfarrstellen nicht sinnvoll umsetzbar wäre, sieht der mehrheitlich beschlossene Rahmenplan „ein abgestimmtes Reduzieren, solidarisch berechnet für die Kooperationsräume“ vor, wie der Kirchenkreis mitteilt.

Im Schnitt kämen dann auf eine Vollzeitstelle rund 2800 Gemeindeglieder. Beispielsweise sieht der Plan für die fünf Gemeinden Birk, Honrath, Lohmar, Overath und Wahlscheid im Jahr 2030 nur noch vier statt der heute zusammen sechs Pfarrstellen vor.

Die 33 Gemeinden verteilen sich auf neun Kooperationsräume, die laut Beschluss weitere zehn Jahre bestehen bleiben, wobei zwei Gemeinden wechseln: Ruppichteroth zu Hennef und Uckerath sowie Oberkassel zu Aegidienberg, Bad Honnef, Königswinter, Oberpleis und Stieldorf-Heisterbacherrott.

6,4 Millionen Euro für 2021

Mit einem Budget von rund 6,4 Millionen Euro plant der Evangelische Kirchenkreis An Sieg und Rhein seine Dienste im Jahr 2021. Hinzu kommen die Haushalte der Diakonie und des Referats für die Kindertagesstätten mit jeweils 5,5 Millionen Euro. Der Etat für das Evangelische Jugendwerk Sieg Rhein Bonn umfasst rund 1,5 Millionen Euro. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Dr. Dietmar Flösch, rechnet im laufenden, von der Corona-Pandemie beeinflussten Jahr mit einem Rückgang der Kirchensteuereinnahmen um rund zehn Prozent. 2021 werde ein Rückgang der Versorgungssicherungs- und Beihilfeumlage die Kirchenkreise entlasten.

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„Prima hingekriegt“ lautete einer von mehreren positiven Kommentaren der Delegierten zur Videokonferenz. Der Kreissynodalvorstand zeigte sich erleichtert angesichts eines pannenfreien Ablaufs. Es habe ausführliche Diskussionen, auch mit sehr kritischen Äußerungen, gegeben. (red)