Das Vorhaben der Stadt bezieht sich auf insgesamt 236 Räume, bisher haben viele Schulen Individuallösungen.
„Einheitlicher Standard“Niederkassel will Smart-Fernseher und Tablets für Schulen anschaffen

Schüler arbeiten im Unterricht mit Tablets. (Symbolbild)
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Die Stadt will alle Klassenzimmer in den Grund- und weiterführenden Schulen einheitlich mit großen Bildschirmen ausstatten. Das sieht der aktualisierte Medienentwicklungsplan der Stadt vor.
Demnach sollen in 236 Räumen internetfähige Smart-TV-Geräte mit einer Bildschirm-Diagonalen von bis zu 85 Zoll (2,16 Meter) installiert werden. Die Stadt will damit die Medienausstattung der Schulen vereinheitlichen und so auch den Aufwand für den technischen Support verringern. Der Schulausschuss des Rates als Fachgremium unterstützte diese Pläne einstimmig.
Whiteboards sind kostspielig
Bislang haben die Niederkasseler Schulen bei der Digitalisierung des Unterrichts unterschiedliche Lösungen gewählt. Einige Schulen verfügen über sogenannte Online-Whiteboards, die mit Kosten von rund 7000 Euro pro Gerät teuerste Lösung. Ein Drittel der städtischen Schulen hat sich nach Angaben aus dem Rathaus für die deutlich günstigere Variante mit Smart-Fernsehern entschieden. Hier fallen Kosten von etwa 2500 Euro je Einheit an. In einigen Schulen kommen auch Beamer oder andere individuelle Lösungen zum Einsatz.
„Wir wollen bei der Medienausstattung an unseren Schulen einen einheitlichen Standard setzen“, begründete der zuständige städtische Beigeordnete Carsten Walbröhl die Entscheidung für die Smart-TV-Lösung. Zwar gebe es an einigen Schulen den Wunsch nach einer hochwertigeren Medientechnik. Für die Stadtverwaltung seien jedoch die deutlich günstigeren Beschaffungs- und Betriebskosten der TV-Lösung maßgeblich. Zudem verursachten interaktive Endgeräte „neben zu hohen Beschaffungskosten auch erhebliche zusätzliche Aufwendungen und einen völlig inakzeptablen Personalaufwand“, so Walbröhl.
Einen festgelegten Standard sieht der aktualisierte Medienentwicklungsplan auch bei den mobilen Endgeräten vor, die im Unterricht verwendet werden. Rund 2500 davon gibt es an allen Schulen zurzeit. Künftig soll jede Grundschule 15 iPads pro Jahrgang erhalten. Gibt es mehr als drei Klassen pro Jahrgang sollen die Grundschule weitere fünf Geräte je Klasse erhalten.
Bei den weiterführenden Schulen sieht der Medienentwicklungsplan 30 iPads pro Jahrgang vor. Sind die Schulen vierzügig, gibt es weitere fünf dazu, fünfzügige Schulen erhalten noch einmal fünf Geräte zusätzlich. Bei dieser Ausstattung handelt es sich um die aus dem städtischen Haushalt finanzierte. Einige Schulen haben zusätzlich Geräte, die aus anderen Programmen finanziert wurden.
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