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Fußball-LandesligaBad Honnef stürzt Spitzenreiter Neunkirchen-Seelscheid

4 min
Philip Miermann (links)

Schenken sich nichts: Philip Miermann (links) vom FV Bad Honnef und Tim Dreilich vom FSV Neunkirchen-Seelscheid.

Wie bereits im Hinspiel (4:0) ärgert die Krayer-Elf den Herbstmeister. Spich verliert in letzter Sekunde, Mondorf erlebt einen gebrauchten Nachmittag.

Gleich am ersten Spieltag nach der Winterpause hat der FSV Neunkirchen-Seelscheid die Tabellenführung in der Fußball-Landesliga wieder verloren. Wie schon im Hinspiel (0:4) unterlagen die Schützlinge von Trainer Christoph Gerlach dem FV Bad Honnef, ohne ein Tor zu schießen.


FV Bad Honnef – FSV Neunkirchen-Seelscheid 1:0 (1:0). HFV-Trainer Benjamin Krayer sprach von einer „kollektiven Willensleistung. Ein großer Dank geht auch an einen überragenden Nicolas Tischler im Tor.“ Dabei sah er seine Mannschaft dank einer starken ersten Hälfte „einen Tick besser. Der Sieg geht schon in Ordnung.“

In einem hochklassigen Landesliga-Duell hatte HFV-Akteur Ilias Cadi die erste große Chance verbucht (12.). In der 25. Minute sprang der Ball nach einer abgewehrten Flanke   Markus Wiemer vor die Füße; der Kapitän nahm sich aus 30 Metern ein Herz und versenkte das Spielgerät im linken unteren Eck – 1:0.   Die Gäste hatten ihre erste Gelegenheit erst kurz vor der Pause, als Tischler einen Freistoß von Tom Wieschebrock aus dem Winkel fischte.

Ilias Cadi (vorne)

Ilias Cadi (vorne) und der FV Bad Honnef ärgern erneut den FSV Neunkirchen-Seelscheid.

Nach dem Wechsel drängte der FSV vehement auf den Ausgleich, doch diesen verhinderte der Bad Honnefer Keeper gleich mit drei Glanztaten. In der 55. Minute forderten die Bad Honnefer nach einem vermeintlichen Foul an Ilias Lelo lautstark Elfmeter, doch die Pfeife des Referees blieb stumm – und so blieb es beim 1:0. Gästetrainer Christoph Gerlach gab sich als fairer Verlierer: „Wir haben gegen einen äußerst sympathischen Gegner verloren und uns im Vergleich zum Hinspiel immerhin deutlich gesteigert.“ Die Tabellenführung musste man trotzdem an Grün-Weiß Brauweiler abgeben.

HFV: Tischler – Mitkas (90./+5 Stang), Penner, Eladan Islamovic, Caspar, Wiemer – Elhan Islamovic (84. Defang), Cadi – Miermann (68. Schmitz), Lelo (90.+2 Brand), Balte (89. Zoller).

FSV: Stokowy – Ehses, Hermanni, Struzyna, Wieschebrock – Schulz, Friesen (84. Krämer) – Simnonia, Dreilich, Lorbach (71. Tel) – Schneider.


1. FC Spich – BW Köln 3:4 (2:2). Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Coach Leonard Barth in seinem ersten Spiel als verantwortlicher Trainer auf den Spicher Höhen. Die erste Großchance verbuchten die Gäste (1.), doch dann staubte Nabil Djomani Ousmani nach einem vergebenen Elfmeter von Kevin Suchy ab – 1:0 (4.). Nachdem dem Kölner Jonas Flatten ein Eigentor unterlaufen war (19.), sorgten Paulo Flender (31.) und Max Spiekermann (42., Handelfmeter) für den Ausgleich. „Kurz vor dem 2:2 hatten wir eine Riesenkonterchance aufs 3:1 gehabt“, bemerkte der Spicher Sportliche Leiter Ralf Winiarz.

Spich riskiert alles – und wird ausgekontert

Mit dem 3:2 durch Suchy (56.) sah er sein Team wieder auf der Gewinnerstraße, zumal ein Kölner wegen Nachtretens mit Rot vom Platz flog (58.). Doch wie aus dem Nichts traf Tilman Demmer zum 3:3 (72.) . Eine Minute vor dem Abpfiff bugsierte ein Gästespieler den Ball bei einem Abwehrversuch an die eigene Latte, ehe Suchy per Nachschuss am Keeper scheiterte. In der siebten Minute der Nachspielzeit riskierte Spich bei einer eigenen Ecke alles – und wurde eiskalt ausgekontert. Kurz darauf pfiff der Referee ab.

Spich: Seidel – Campodonice, Suchy, Welt, Bußmann, Kirst – Conde – Bilgic (76. Degenhart), Djomani Ousmane (89. Al-Awde) – Madaghri (23. Murach), Massek.


SSV Homburg-Nümbrecht – TuS Mondorf 4:0 (1:0). Einen gebrauchten Tag erwischten die Mondorfer im Oberbergischen. Der TuS geriet nicht nur durch Sebastian Ramspott früh in Rückstand (20.). Wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums sah der Mondorfer Keeper Jens Born auch noch die Rote Karte (33.).

Sein „Ersatz“ Elias Dresen parierte kurz darauf einen Strafstoß (37.). Dann aber schwanden die Kräfte und Nümbrecht nutzte die Chancen im Stile einer Spitzenmannschaft aus: Felix Adamietz (70.) und Felix Klein (87.) trafen, ehe Olivier Sebudandi noch ein Eigentor unterlief (77.).

Mondorf: Born – Vos, Dittrich, Sebudandi, Arnold – Viola (46. Orth), Tazit (77. Hardt) – Schönborn (46. Harrach), Kürten (35. Dresen), Simeonidis – Bouskouchi (87. Pfeil).