Im Stadtteil Menden brannte in der Nacht auf Sonntag eine Lagerhalle. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Lagerhalle in FlammenFeuerwehr löscht Großbrand in Sankt Augustin

Flammen schlugen aus der Halle, als die Feuerwehr eintraf.
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In Sankt Augustin stand in der Nacht zu Sonntag (1. Februar) eine Lagerhalle in Flammen. Die gesamte Feuerwehr Sankt Augustins war im Einsatz, um sie zu löschen. Eine Rauchsäule zog von Menden in Richtung Meindorf.
Gegen 0.25 Uhr hatten mehrere Menschen die Feuerwehr alarmiert, weil sie Flammen aus einem Industriegebiet an der Ladestraße schlugen sahen. Sie liegt im Westen von Menden, in unmittelbarer Nähe zur A 59 und den Bahngleisen. Die Leitstelle alarmierte zunächst die zuständige Einheit mit dem Stichwort „Garage brennt“. Doch vor Ort stellte sich heraus, dass keine Garage betroffen war, sondern eine etwa 50 mal 30 Meter große Lagerhalle. Einsatzleiter Christian Reinprecht erhöhte die Alarmstufe auf „Gebäudebrand“ und forderte weitere Kräfte an.
Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach, eine Rauchsäule stieg empor, Explosionen waren zu hören. „Der Einsatzleiter hat darauf Vollalarm für die Stadt Sankt Augustin ausgelöst, alle sechs Einheiten fuhren daraufhin zur Ladestraße“, sagte Pressesprecher Daniel Schriek. Die Ehrenamtlichen fuhren mit der Drehleiter bis vor das Gebäude, doch konnten diese zunächst nicht nutzen – auf dem Gelände gab es keine Hydranten. „In der Folge mussten wir mehrere hundert Meter lange Schlauchverbindungen legen“, so Schriek.
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Mit einem Drohnenbild begutachtete die Feuerwehr die Lage aus der Luft.
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Es dauerte mehr als 20 Minuten, bis aus sechs Schläuchen und vom Drehleiterkorb aus Wasser abgegeben werden konnte. Die Feuerwehrleute konnten die Halle nicht betreten, innen brannte der gesamte Lagerinhalt. „Nach ersten Erkenntnissen standen dort Möbel, auch ein bis zwei Autos waren vom Feuer betroffen.“
Die Löscharbeiten dauerten bis zum frühen Morgen an
Durch den gezielten Löschangriff bekamen die Wehrleute die Flammen bald unter Kontrolle, weißer Rauch stieg auf. Zuvor war dieser über die Autobahn in Richtung Meindorf gezogen. „Dort fuhr das Ordnungsamt umher, um die Belastung zu prüfen, es waren aber keine weiteren Maßnahmen notwendig“, sagte Schriek. Die Autobahnpolizei positionierte eines ihrer Fahrzeuge auf dem rechten Fahrtstreifen, um auf die Lage aufmerksam zu machen, gesperrt wurde die A 59 aber nicht.
Die Löscharbeiten dauerten bis zum frühen Morgen an. Mit einer Drohne verschaffte sich die Einsatzleitung einen Überblick aus der Luft. Kreisbrandmeister Stefan Gandelau kam zum Brandort, um sich ein Bild zu machen. Probleme bereitete den Feuerwehrleuten nicht nur die Löschwasserversorgung, sondern auch die -entsorgung. Es konnte nirgendwo abfließen, weswegen sich Seen auf dem Untergrund bildeten. „Ein Mitarbeiter des Landesumweltamts aus Essen kam, um dafür zu sorgen, dass das kontaminierte Wasser nicht dorthin fließt, wo es für Schaden sorgen kann“, sagte Schriek.
Im Einsatz waren rund 100 Kräfte der Feuerwehr gewesen, zusätzlich etwa 10 Polizeibeamtinnen und -beamte. Sie hatten zu Beginn der Löscharbeiten kurzzeitig einen Mann in Gewahrsam genommen, weil dieser in den Gefahrenbereich habe laufen wollen.
