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Erfolgreiche NachwuchsarbeitJugendfeuerwehr in Sankt Augustin Menden wird 50 Jahre alt

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Die Jugendfeuerwehr Menden im März 1979, drei Jahre nach der Gründung.

Die Jugendfeuerwehr Menden im März 1979, drei Jahre nach der Gründung.

Aktuell sind 27 Kinder und Jugendliche in Menden bei der Jugendfeuerwehr aktiv. Der Einstieg ist ab zehn Jahren möglich, echte Einsätze noch nicht.

Beim Tag der Offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Menden stand der Nachwuchs im Mittelpunkt. Die Jugendfeuerwehr der Löschgruppe wird 50 Jahre alt, für Einsatzführer Paul-Pierre Klein eine Erfolgsgeschichte.

„Aktuell engagieren sich 27 Kinder und Jugendliche in Menden bei der Jugendfeuerwehr, fünf weitere stehen kurz vor der Aufnahme.“ Eine Entwicklung, die sich noch nicht abzeichnete, als im März 1976 die erste Abteilung mit einer Handvoll Jugendlichen aufgebaut wurde – und das ziemlich spontan. Robert Riede, damals zwölf Jahre jung, brauchte nur eine Stunde, um zehn Schulfreunde aus Menden als angehende Feuerwehrleute zu akquirieren.

Einstieg in die Jugendfeuerwehr in Menden ist ab zehn Jahren möglich

Heute sei die Jugendfeuerwehr der wichtigste Nachwuchspool für die Brandbekämpfer, die sich in ganz Sankt Augustin ausschließlich aus Ehrenamtlern rekrutierten, betont Klein: „Die Jugendlichen treffen sich jeden Mittwochabend um 18 Uhr am Feuerwehrgerätehaus, ausgenommen in den Schulferien. Dort werden sie von Jugendwarten schrittweise an die verschiedenen Aufgaben der Feuerwehr herangeführt, spielerisch und altersgerecht.“ Mit zehn Jahren ist der Einstieg möglich, die Kleidung und die Ausrüstung werden gestellt. Echte Einsätze sind tabu, dafür gibt es Übungen und Leistungsnachweise, um die Motivation hoch zu halten.

Ebenso wichtig wie technische Fähigkeiten sind den Mendener Brandbekämpfern die Werte der Feuerwehr. Gemeinschaftserlebnisse wie gelegentliche Zeltlager sollen die Gruppe zusammenschweißen: „Kameradschaft ist ein hohes Gut für uns. Schließlich muss man sich im Einsatz hundert Prozent aufeinander verlassen können“, betont Paul-Pierre Klein, der vor allem das große Engagement der Jugendwarte hervorhebt.

Einsatzführer Paul-Pierre Klein

Einsatzführer Paul-Pierre Klein

Das Ziel der intensiven Nachwuchsarbeit ist klar: Die Jugendlichen sollen mit dem 18. Geburtstag möglichst nahtlos und bereits gut ausgebildet in die Einsatzabteilung wechseln und dann mit zu Notfällen ausrücken. Eine Rechnung, die schon beim ersten Jahrgang 1976 aufging: Mit Robert Riede ist einer der Gründungsmitglieder bis heute in der Wehr aktiv.

Gruppenfoto aus dem Gründungsjahr

Gruppenfoto aus dem Gründungsjahr

Doch nicht nur beim Nachwuchs ist man für neue Kräfte offen, betonte Klein: „Wir freuen uns auch über erwachsene Neuzugänge, gerne auch Quereinsteiger.“ Sie sollten vor allem Interesse mitbringen, „alles andere vermitteln wir ihnen“.

Die aktuelle Jugendfeuerwehrgruppe

Die aktuelle Jugendfeuerwehrgruppe

Aktuell sind in Menden 54 Wehrleute mit Funkempfänger ausgestattet, über die sie bei Bränden oder anderen Notfällen alarmiert werden können: „Darunter sind Handwerker ebenso wie Akademiker.“ 2025 absolvierten sie 222 Einsätze. Wenn in der Kreisleitstelle in Siegburg ein Notruf eingeht, sollen die Helfer innerhalb von acht Minuten an der Einsatzstelle eintreffen. Und das gelingt meistens, auch weil die Familien und Arbeitgeber mitspielen.

Anlass genug für die Wehrleute, sich am Wochenende beim „Tag der offenen Tür“ auch ein bisschen selbst zu feiern. Der traditionelle Dämmerschoppen am Feuerwehrgerätehaus lockte Hunderte Besucher zu Kölsch, Cocktails und Live-Musik an. Am Sonntag stand der Familientag an, bei dem Einsatzfahrzeuge aus der Nähe betrachtet werden, für den Nachwuchs stand zudem ein Karussell bereit.

Infos zur Jugendfeuerwehr stehen auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Menden (www.lzmenden.de). Interessierte können nach den Ferien auch unverbindlich zum Übungsabend, jeweils Mittwoch von 18 bis 20 Uhr, kommen.