Abo

Millionenförderung für ProjektHochschule in Sankt Augustin erforscht Zukunft der Städte

2 min
Der Strand an der berühmten Copacabana in Rio de Janeiro im Schatten des Zuckerhuts.

Der Strand an der berühmten Copacabana in Rio de Janeiro im Schatten des Zuckerhuts.

Es geht um bessere Gesundheit für Menschen, die in Städten an Flüssen oder Meeren leben.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein Projekt, an dem die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (HBRS) beteiligt ist, mit 6,5 Millionen Euro gefördert. Es geht um „Urbane Zukunft – Bewältigung des Wandels für eine bessere Gesundheit in blauen Städten“. Gestellt wurde der Antrag von der Universität und Universitätsklinik Bonn.

Im dem Projekt des Graduiertenkollegs geht es darum, dass immer mehr Menschen weltweit in Städten leben. Deren Gestaltung hat einen direkten Einfluss sowohl auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner als auch auf den ökologischen Fußabdruck, so die HBRS.

„Blue Cities“ sind besonders stark betroffen

Gerade die schnell wachsenden und neu entstehenden Städte des globalen Südens stehen dabei vor großen Herausforderungen. Eine besondere Vulnerabilität weisen aufgrund des Klimawandels die sogenannten „Blue Cities“ auf, also Städte, die an Meeren oder großen Flüssen liegen. Gleichzeitig können dort Transformationen voraussichtlich eine besonders große Wirkung entfalten. Die neuen Graduiertenkollegs starten ab Herbst 2026 und werden zunächst für fünf Jahre gefördert.

Der wissenschaftliche Nachwuchs bekommt optimale Bedingungen für eine exzellente Ausbildung
Marion Halfmann, Hochschulpräsidentin

„Für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist dieses Graduiertenkolleg ein besonderer Meilenstein und ein starkes Zeichen für die Qualität unserer Forschung“, sagt Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. „Gemeinsam mit der Uni Bonn, dem UKB und dem IDOS als außeruniversitärem Forschungsinstitut zeigen wir, wie leistungsfähig Forschung wird, wenn unterschiedliche wissenschaftliche Profile partnerschaftlich zusammenwirken. Der wissenschaftliche Nachwuchs bekommt optimale Bedingungen für eine exzellente Ausbildung.“

In dem Graduiertenkolleg sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler erforschen, wie der Wandel von Städten so gestaltet werden kann, dass sowohl die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner als auch die Nachhaltigkeit und die Resilienz urbaner Systeme erhöht werden können.

Dabei sollen die komplexen städtischen Systeme aus mehreren miteinander verbundenen Blickwinkeln betrachtet werden – von Landnutzung, Boden- und Wasserschutz und Ernährung über pathogene Dynamiken und Krankheitsvektoren bis hin zu politischen Ökonomien und Biodiversität.

Der Campus der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin.

Der Campus der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin.

Landtagsabgeordneter Sascha Lienesch (CDU), in dessen Wahlkreis die HBRS liegt: „Diese Entscheidung ist eine herausragende Nachricht für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, für Sankt Augustin und für unsere gesamte Region. Die Förderung durch die DFG bestätigt eindrucksvoll die hohe wissenschaftliche Qualität und die Innovationskraft der H-BRS“, erklärt er.

Für den Landtagsabgeordneten ist die Förderzusage zugleich ein starkes Signal für die „Wissensstadt PLUS“ Sankt Augustin: „Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und ökologischer und ökonomischer Herausforderungen brauchen wir innovative Forschung und hervorragend ausgebildeten wissenschaftlichen Nachwuchs. Das neue Graduiertenkolleg wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.“