Das hohe Erdgeschoss mit entsprechend breiter Einfahrt bietet Lkw Parkmöglichkeiten. Bei der Eröffnung wurde auch das Klima thematisiert.
Platz für 500 PkwParkhaus Haufeld wurde in Siegburg eröffnet – Bauzeit betrug ein Jahr

Siegburgs Bürgermeister Stefan Rosemann (l.) und der Vorsitzende der Stadtbetriebe, Andreas Roth fuhren mit einem Auto, das von Kindern der Kita Schatzinsel bemalt wurde, als erste ins neue Parkhaus.
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Für das Quartier Haufeld ging es mit einem großen Schritt voran. Ende Juni wurde dort das sechsgeschossige Parkhaus an der Industriestraße eröffnet. Die Anlage hat 500 Pkw-Parkplätze, zwölf davon sind gemäß einer Mitteilung der Kreisstadt behindertengerecht. Die Nutzung ist ab jetzt möglich.
Der Siegburger Bürgermeister Stefan Rosemann und der Vorsitzende der Stadtbetriebe, Andreas Roth, weihten die Hochgarage feierlich ein, indem sie mit einem eigens bemalten Auto als erste hineinfuhren. Kinder der DRK-Kita Schatzinsel hatten für die Verschönerung des Wagens gesorgt.
Parkplätze und die Verkehrswende
„Bei all der Vorstellungskraft war das Parken ein ganz entscheidendes Thema“, sagte Rosemann zum Stellenwert des Projekts für die Planung des Quartiers: „Das Parkhaus entlang der ICE-Strecke soll Siegburg einladender machen.“ Die Garage liegt in der Nähe des Bahnhofs, Facharztzentrums und Gerichts. Derzeit bestehe in diesem Gebiet schlichtweg der Bedarf an Parkplätzen, auch seitens der Anwohner und Anwohnerinnen. Der Bau solle aber nicht bedeuten, dass die Kreisstadt die Verkehrswende nicht angehen würde.

Das Parkhaus in Bahnhofsnähe umfasst knapp 500 Stellplätze.
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Auch Roth thematisierte das Klima. Er fügte an, dass man sich bei den Temperaturen der vergangenen Tage fragen dürfe, ob die Anlage noch zeitgemäß sei, lenkte aber damit ein, dass das Thema Individualverkehr die Stadtbetriebe zwangsläufig beschäftige. Das Parkhaus stehe auch E-Autos offen, so Roth weiter. In der Hochgarage gibt es 20 Ladestellen, zum Teil betrieben mit der Solarenergie, die über die PV-Anlage auf dem Dach der Hochgarage erzeugt wird. Roth zufolge können die PV-Module auf einer Fläche von 2800 Quadratmetern 200.000 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren.
Und auch die Fassadenbegrünung soll dem Klimawandel Rechnung tragen. Derzeit wachsen am durchsichtigen Metallgewebe bereits mehrere Sorten von Waldreben. Gemäß Roth hat man sich hierbei viele Gedanken gemacht. Die natürlichen Elemente lockerten zudem die Fassade auf und seien auch visuell ansprechend angelegt. Nach Informationen der Kreisstadt wird es etwa ein Jahr dauern, bis der Bewuchs dicht ist. „Bewässert wird das Grün mit Regenwasser vom Dach der Garage, das in großen Tanks gesammelt und mit einem komplexen System an die Pflanzkästen verteilt wird“, heißt es weiter.
Hohes Erdgeschoss bietete spezielle Parkmöglichkeiten für Lkw
Eine Besonderheit der Anlage ist das Erdgeschoss mit seinen hohen Decken sowie die breite und hohe Einfahrt in die Parkgarage (Höhe 2,10 Meter). In Kooperation mit dem Fahrzeugtechnikunternehmen Kohr und dem Bauunternehmen Goldbeck wurde die Etage so gestaltet, dass Lkw dort Platz finden.
Goldbeck-Projektleiterin Anja Möller wies darauf hin, dass etwa die Säulen im Erdgeschoss dicker seien, um dem möglichen Aufprall eines Lkw standhalten zu können. Das sei herausfordernd gewesen, aber mit der Bauzeit von einem Jahr zeigte sich Möller zufrieden. Nach Angaben der Kreisstadt liegen die Baukosten für das Parkhaus bei zehn Millionen Euro. Für die Nutzung des Areals wurde ein Erbpachtvertrag über 99 Jahre geschlossen. Dauerparker können künftig online Verträge über einen Platz im Parkhaus abschließen.

