Troisdorf – Mehrere Stunden lang untersuchten am Montag die Brandermittler der Kreispolizei eine Einsatzstelle an der Lahnstraße. Die Lagerhalle in Friedrich-Wilhelms-Hütte, in der drei Lastwagen standen, war in der Nacht zu Samstag weitgehend ausgebrannt. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren bis zu den Mittagsstunden damit beschäftigt, in Flammen stehende Holzbohlen und später Glutnester zu löschen. Außerdem explodierte eine Gasflasche, deren ausgeglühte Reste noch in den Trümmern lag.
Die Kriminalbeamten wurden von Freiwilligen des Technischen Hilfswerks unterstützt, die den Brandschutt beiseite schafften und später am Abend das Areal ausleuchteten. Sie dokumentierten mit Fotos die Stellen, an denen sich ganz offensichtlich die größte Hitze entwickelt hatte – Hinweise auf die so genannten Brandentstehungsorte. Ihr Fazit: Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Ermittelt wird aber in alle Richtungen. Ein konkreter Verdacht liegt bislang noch nicht vor. Ungeklärt, wenn auch nicht unwahrscheinlich ist ein Zusammenhang mit dem Einbruch in die Sozialräume des Unternehmens, der in der Nacht festgestellt wurde.
Zu den nächsten Schritten für die Aufklärung der genauen Brandursache gehört nun der Einsatz von speziell ausgebildeten Polizeidiensthunden, die in der Lage sind, auch kleinste Spuren von Brandbeschleunigern zu „erschnüffeln“.

