Die Altenrather Sandhasen zetteln jetzt schon zum zweiten Mal im Troisdorfer Karneval eine Revolution an.
Das gab es noch nieDas erste Damendreigestirn für die Stadt Troisdorf

Das neue Troisdorfer Dreigestirn mit dem neuen Porzer Dreigestirn: Tanja Wolf als Troisdorfer Jungfrau Tanja, Jacqueline Jacobs-Bäuml als Porzer Prinzessin Jacqueline, Liselotte Rademacher als Troisdorfer Prinz Lotti I., Jörg Weingärtner als Porzer Prinz Jörg I, Heike Berg als Troisdorfer Bauer Heike und Stefan Lohe als Porzer Bauer Stefan (v.l.).
Copyright: Stefan Villinger
Jetzt ist es offiziell: In der Stadt Troisdorf gibt es das erste Mal seit Bestehen des jecken Treibens dort ein echtes Damendreigestirn. Liselotte Rademacher als Prinz Lotti I., Heike Berg als Bauer Heike und Tanja Wolf als Jungfrau Tanja. Sie wurden beim Tag der Offenen Tür auf dem Gelände des Troisdorfer Festausschusses (FTK) vorgestellt. FTK-Präsident Hans Josef Tannenbaum freute sich, dass er damit eine jecke Tradition fortsetzen kann und dennoch etwas Neues zu bieten hat. In den Stadtteilen habe es zwar schon echte Damendreigestirne gegeben, noch nicht aber für die Stadt.
Wieso das so ist, erklärte er auf der Bühne. Die Altenrather Sandhasen wurden 1947 gegründet und stellten 1987, im Jahr ihres 40-jährigen Bestehens, erstmals mit Prinz Berni I. (Berni Thöne), Bauer Erich (Erich Boddenberg) und Jungfrau Dietlinde (Dieter Nüchel) ein Dreigestirn für die Stadt. Bis zu jenem Zeitpunkt gab es nur Einzelprinzen. Für die Troisdorfer Jecken damals eine echte Revolution unter FTK-Präsident Siegfried Zajontz.
In Troisdorf wurde das erste Damendreigestirn vorgestellt
Die wird jetzt von den Altenrather Sandhasen durch das erste Troisdorfer Damendreigestirn in der Geschichte des FTK fortgeführt, das ihre Gesellschaft stellt. Allerdings wollten die Karnevalisten nicht alle Traditionen auf einmal brechen. „Wir sind bei der klassischen Benennung von Prinz, Bauer und Jungfrau geblieben“, berichtete Gefolgeführer Torsten Wolf im Gespräch mit der Redaktion. Ob das allerdings in der gesamten Session durchzuhalten ist, scheint fraglich. So mancher Sitzungsleiter wird bestimmt Prinzessin Lotti I., Bäuerin Heike und Jungfrau Tanja begrüßen.
Das Motto des Dreigestirns lautet: „Sei, wer du willst, Hauptsache jeck.“ Liselotte Rademacher erklärte es kurz und bündig: „Karneval im Herzen, das tragen wir und andere Leute.“ Und nur darauf komme es an. Karneval sei als verbindendes Element für alle Menschen da. Sie berichtete, der Entschluss für das jecke Amt sei vor drei Jahren gefallen. Die Session 2026/27 ende im Jahr des 80-jährigen Bestehens des Vereines. Da ergebe das doch Sinn.

Das neue Troisdorfer Dreigestirn mit Kinderprinzessin: Tanja Wolf als Jungfrau Tanja, Kinderprinzessin Joyce Rott als Joyce I., Liselotte Rademacher als Prinz Lotti I., Heike Berg als Bauer Heike (v.l.).
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Auf die Bühne kam auch die designierte Kinderprinzessin Joyce Rott als Joyce I., gestellt vom Damenkomitee Halt Pohl. Die Zwölfjährige tanzt bei den Höppebeenchen und ist von klein auf beim Damenkomitee dabei. Kein Wunder, ihre Mutter Sonja Rott, dort Mitglied, hat sie mitgenommen. Und: „Ihr Opa Werner Rott tourte schon als Jungfrau Vera im Jahr 2014 im Troisdorfer Dreigestirn über die Bühnen“, berichtete FK-Präsident Tannenbaum.
Das designierte Spicher Dreigestirn mit Jens Himmelreich als Prinz Jens I., Martin Gockel als Bauer Martin und Christoph Jahns als Jungfrau Sissi schaute später auch auf dem Fest vorbei. Das designierte Porzer Dreigestirn mit Prinz Jörg Weingärtner, Jungfrau Jacqueline Jacobs-Bäuml und Bauer Stefan Lohe schunkelte da schon kräftig mit den Gästen. „Porz grenzt an Troisdorf, da leisten wir doch gerne jecke Unterstützung“, berichtete Prinz Jörg I. über den Grund der närrischen Stippvisite in der Nachbarstadt.
