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Eröffnung am Wochenende„MO.Life“ löst in Troisdorf „Happy Franky“ ab

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Unter dem neuen Namen MO.Life eröffnet am Wochenende das ehemalige Happy Franky. Dann ist auch das Explorado wieder geöffnet

Unter dem neuen Namen MO.Life eröffnet am Wochenende das ehemalige Happy Franky. Dann ist auch das Explorado wieder geöffnet.

Pünktlich zum Familienfest am Muttertagswochenende öffnet das Abenteuermuseum Explorado wieder seine Pforten.

Die Fassade ist nach wie vor grellbunt, und an ein paar Stellen war zumindest am Donnerstag noch der alte Namen zu lesen. Das aber soll sich bis zum Samstag geändert haben: Dann öffnet die Explorado Group das gleichnamige Abenteuermuseum in Troisdorf wieder. Die prominente Immobilie am südlichen Eingang zur Fußgängerzone indes bekommt einen neuen Namen. „Damit es nicht mehr das ehemalige ‚Happy Franky‘ ist“, betonte Sprecherin Susanne Göllner. Ab sofort trägt das Haus den Namen „MO.life“.

In Troisdorf soll sich „das Leben von morgen“ entwickeln

Darin stecke das schottische Wort morrow für morgen, erklärte Göllner. „Das Leben von morgen“ soll sich hier entwickeln können, beschrieb sie das Konzept. „Was wir hier anstreben, ist, dass wir die Innenstädte vor der Verödung bewahren wollen.“ Die Macher wollen das Gebäude zu einem „innerstädtischen sozialen Marktplatz“ entwickeln und sich dabei an alle Generationen gleichermaßen wenden. „Gerade Innenstädte brauchen heute wieder Orte, an denen Menschen sich begegnen, gemeinsam Zeit verbringen und positive Erlebnisse teilen können“, ließ Andreas Waschk mitteilen.

Unter dem neuen Namen "MO.Life" eröffnet am Wochenende das bisherige Happy Franky an der Troisdorfer Fußgängerzone. Seit Ende Februar wurde umgebaut und renoviert
Explorado

Happy Franky ist Vergangenheit: Unter dem neuen Namen "MO.Life" eröffnet am Wochenende das "Family Entertainment Center" an der Troisdorfer Fußgängerzone.

Ende Februar dieses Jahres hatten der Explorado-Gründer Andreas Waschk und sein Geschäftspartner Detlef Wintzen überraschend das einstige „Forum“ am Ursulaplatz erworben; zuvor waren Explorado und andere Mieter im Streit aus dem „Happy Franky“-Konzept ausgestiegen. Im Restaurant Tuscolo wurden die Gäste im Dezember im laufenden Betrieb vor die Tür geschickt, das Restaurant wurde geschlossen.

In den zurückliegenden Wochen und Monaten ist im Inneren des einst als Hertie-Kaufhaus eröffneten Hauses viel passiert, wie Susanne Göllner berichtete. „Das ganze Gerümpel ist raus“, nur einige wenige der alten Möbel habe man behalten. Der komplette Eingang wurde umgebaut, bis zur Eröffnung rechtzeitig zum Familienfest in der Fußgängerzone werden die Fenster neu beklebt.

Das Parkhaus wurde renoviert, eine Stunde Parken werde einen Euro kosten, heißt es vor der Eröffnung. Wer dort lediglich sein Auto abstellen will, um in der Innenstadt einkaufen zu gehen, kommt nun wieder direkt aus dem Parkhaus in die Fußgängerzone. 

Unter dem neuen Namen "MO.Life" eröffnet am Wochenende das bisherige Happy Franky an der Troisdorfer Fußgängerzone. Seit Ende Februar wurde umgebaut und renoviert
Explorado

Seit Ende Februar wurde das ehemalige Kaufhaus umgebaut und renoviert.

„Nicht das Konzept war das Problem, sondern dessen fehlende Umsetzung“, hatte im Februar Andreas Waschk gegenüber dieser Zeitung betont. Eine Einschätzung, die Susanne Göllner jetzt bestätigte. „Wir machen es ein bisschen strukturiert“, thematisch sortiert sollen sich die Etagen nach und nach beleben. Zum Start am Samstag sind von den ehemaligen Mietern nur noch zwei weitere dabei: „Funderground“ im als „MO.Games“ betitelten Untergeschoss und „Stuntwerk“ im Erdgeschoss, in Zukunft „MO.Sports“ genannt.

Bis September planen wir noch mehr.
Susanne Göllner, Sprecherin der Explorado Goup

Die erste Etage für Veranstaltungen wollen die Macher selbst bespielen. Das zweite Obergeschoss wird komplett von Explorado belegt, das unter dem Namen „Planet Gesundheit“ eine weitere Abteilung eröffnet. Spiele wie Billard sind im dritten Obergeschoss vorgesehen, das Dach wird künftig „MO.Festival“ heißen: „Nach Kräften“ sollten dort Märkte und Feste stattfinden, umriss Susanne Göllner den Plan.

Der sich, betont sie, nach und nach verwirklichen werde. „Es wächst langsam“, sagte sie am Donnerstag; sie führe derzeit viele Gespräche mit Interessierten, die sich in dem Center etablieren wollten. „Keine Geschäfte“, betonte sie; mehr könne sie noch nicht sagen. Nur so viel: „Bis September planen wir noch mehr.“ Dann werde es auch eine große Eröffnung geben.