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AntisemitismusJüdische Schriftkapsel an Synagoge mit Hakenkreuz beschmiert

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Symbolbild

Berlin – Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag die Mesusah der Synagoge Tiferet Israel in Berlin-Charlottenburg beschädigt und das Pergament darin mit einem Hakenkreuz beschmiert. Das berichtete Sigmount Königsberg,

Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde in Berlin, nach Rücksprache mit dem Rabbiner der Synagoge am Freitag auf Twitter.

Die Polizei Berlin bestätigte den Vorfall gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Eine Anzeige liege vor und der Staatsschutz ermittelt.

Traditionelle Schriftkapsel am Türpfosten

Eine Mesusah ist eine Schriftkapsel am Türpfosten, die ein beschriftetes Pergament enthält. Sie befindet sich häufig am Eingang von Synagogen, grundsätzlich aber an den Türrahmen eines traditionellen jüdischen Haushalts. In den Räumen, vor denen eine Mesusah angebracht ist, darf gegessen und geschlafen werden.

Die Mesusah wurde vermutlich gezielt zu den hohen jüdischen Feiertagen geschändet. Anfang vergangener Woche war der höchste Feiertag Jom Kippur, am Freitagabend beginnt das Laubhüttenfest.

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Das Anbringen und Beschriften einer Mesusah ist ein jüdisches Ritual. Manche gläubige Juden küssen die Schriftkapsel beim Betreten eines Raumes, indem sie die Fingerspitzen der rechten Hand an die Mesusah und dann zum Mund führen.