Von Montag bis Samstag: Bislang füllen sich die Briefkästen der Deutschen an sechs Tagen in der Woche. Die Deutsche Post würde das jedoch gerne ändern. Gerade montags, so die Post, falle die Anzahl der Briefe und Pakete geringer aus. Geht es nach dem Bonner Konzern, soll die Post daher künftig nur noch an fünf Tagen die Woche zugestellt werden - um Kosten zu sparen.
Erst im September hatte das zuständige Vorstandsmitglied Tobias Meyer gegenüber der Tageszeitung “Die Welt” die Montagszustellung infrage gestellt. Es stelle sich die Frage „ob wir in Deutschland am Montag eine flächendeckende Briefzustellung brauchen“, so Meyer. Zwar sei an dem Tag eine Firmenzustellung mit Briefpost sinnvoll, bei privater Post sei die Zustellung jedoch fraglich.
Sogar Ausweitung der Montagszustellung
Wie das Magazin „Business Insider“ nun berichtet, scheint die Deutsche Post jedoch derzeit genau das Gegenteil vorzubereiten. Wie aus einer internen Mail hervorgehe, soll die Montagszustellung sogar ausgeweitet werden. In der Mail wurden Führungskräfte demnach darüber informiert, dass die Post mit Blick auf das Wintergeschäft die Prozesse in den Paketzentren am Samstag verbessere - wodurch auch die Auslastung der Briefzustellung am Montag erhöht werde.
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Laut „Business Insider“ heißt es in der Mail wörtlich: „Gerade in der Briefzustellung bedeutet das, dass der eher verkehrsmengenschwache Montag durch die Auslieferung des steigenden Anteils an warentragenden Sendungen in dieser Zeit wieder deutlich stärker ausgelastet sein wird.“ Bedeutet das, die Post will künftig ihre Montagszustellung ausweiten, statt einzuschränken?
Deutsche Post nimmt Stellung: Kein Widerspruch
Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland stellt die Deutsche Post nun klar: „Wir sehen keinen Widerspruch zwischen unserer grundsätzlichen Haltung zur Montagszustellung von Briefen und unseren Vorbereitungen auf den weihnachtlichen Starkverkehr, in dem wir Rekordmengen an warentragenden Sendungen werden bewältigen müssen"
Der Konzern plane in den nächsten Wochen mit Rekordmengen - schließlich stehen die Cyber Week und Weihnachten an, außerdem boomt durch Corona der Online-Handel. “Um dies im Sinne unserer Kunden zu bewerkstelligen, werden wir die Sortierung in unseren Paket- und Briefzentren sowie die Zustellung weiter auslasten”, so Pressesprecher Alexander Edenhofer. Dazu gehöre etwa, kleinere Sendungen wie Päckchen verstärkt im Briefnetz zu bearbeiten und auch darüber zuzustellen. Und das nicht nur montags, sondern an allen anderen Wochentagen.

