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FeminismusHasters kritisiert Schwarzer für transfeindliche Haltung

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Alice_Hasters

Die Autorin Alice Hasters – hier im September 2019 in Köln – kritisiert Alice Schwarzer scharf. 

Berlin – Der Feminismus in Deutschland ist nach Meinung der Autorin Alice Hasters sehr stark von weißen Frauen und ihrer Lebenswirklichkeit geprägt. Es gebe viele weiße Frauen, deren Blick im Kampf um mehr Gleichberechtigung sich hauptsächlich auf Männer, insbesondere weiße Männer, richte, sagte Hasters im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Aber wenn diese weißen Frauen es neben Arbeit und Kindern nicht mehr schaffen, die Wohnung zu putzen, wen stellen sie dann ein? Migrantinnen, Schwarze Frauen. Es wäre wichtig, wenn weiße Feministinnen das stärker bedenken.“

Hasters: Schwarzer ignoriert die Perspektive bestimmter Frauen

Deutliche Kritik übte Hasters an der Feministin und „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer: „Sie war ohne Frage eine sehr wichtige Figur in der Frauenbewegung. Aber es ist sehr deutlich, dass sie die Perspektive von bestimmten Frauen ignoriert oder sogar aktiv gegen sie arbeitet. In der Zeitschrift ,Emma´ gibt es definitiv eine transfeindliche Berichterstattung. Transidentität wird dargestellt, als wäre es bloß ein Hype oder gefährde sogar die Jugend.“

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Dabei seien nicht-weiße Frauen, queere und Transfrauen immer schon stark im Einsatz gewesen – im Kampf für gleiche Rechte und in der Frauenbewegung gewesen. Schwarzer Feminismus habe „verstanden, dass sich verschiedene Arten von Diskriminierungen überschneiden und wiederum eigene Erfahrungen ergeben können“, sagte Hasters. „Ich würde nicht sagen, der Feminismus ist insgesamt zu weiß, aber er wird zu weiß gedacht.“

Der schwarze Feminismus komme aus einer Geschichte von Frauen, die immer wahnsinnig viel gearbeitet haben. „Das Gefälle von arm und reich ist wichtig“, sagt Hasters. „Im weißen Feminismus dagegen sitzt die Hausfrau in den Fünfzigerjahren, überspitzt formuliert, im goldenen Käfig bei ihrem weißen Mann im Haus – und will sich befreien, will andere Arbeit als Haushalt und Kinder. Das sind zwei sehr verschiedene Sichten auf Gleichberechtigung und Unterdrückung.“