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Fische sterben in der OderBundesumweltministerin Lemke warnt vor „Umweltkatastrophe“

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teffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat sich angesichts des Fischsterbens in der Oder besorgt gezeigt und vor einer drohenden Umweltkatastrophe gewarnt. „Das Fischsterben in der Oder erschüttert und besorgt mich sehr“, sagte die Grünen-Politikerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Hier bahnt sich eine Umweltkatastrophe an.“

Lemke pocht auf eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse: „Bislang ist die Ursache noch unklar und eine lückenlose Aufklärung ist wichtig. Im Moment wird von vielen Seiten mit Hochdruck daran gearbeitet, die Gründe für das massenhafte Fischsterben aufzuklären und somit potenzielle weitere Folgeschäden möglichst gering zu halten“, ergänzte sie. „Ich danke den Brandenburger Behörden sehr für ihren Einsatz. Das BMUV unterstützt im Rahmen der föderalen Zuständigkeiten alle Aktivitäten mit Hochdruck und allen notwendigen Ressourcen.“

Tote Fische entdeckt

Das Fischsterben beunruhigt seit Tagen die Menschen an der Oder. Tausende tote Fische wurden in dem Fluss entdeckt, ein Teil davon auf Höhe der Stadt Frankfurt (Oder) und umliegender Orte. Nach Angaben der polnischen Wasserbehörde sind zehn Tonnen verendeter Fisch geborgen worden.Laut polnischer Umweltschutzbehörde wurde das Fischsterben wahrscheinlich von einer Wasserverschmutzung durch die Industrie ausgelöst.

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Polen wird die Untersuchungsergebnisse von massenweise verendeten Fischen aus der Oder aber frühestens am Sonntag vorlegen können. Bislang habe das Staatliche Forschungsinstitut in Pulawy noch keine Fische erhalten, sagte der Leiter Krzysztof Niemczuk am Freitag der Nachrichtenagentur PAP. Die Fische sollen auf Metalle, Pestizide und andere giftige Stoffe untersucht werden. „Es gibt so viele Substanzen, die das Fischsterben verursacht haben könnten, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen können, was die Ursache sein könnte“, sagte Niemczuk.

Der brandenburgische Umweltminister Axel Vogel (Grüne) bestätigte, dass eine Quecksilberbelastung in der Oder festgestellt worden sei - „aber wir können zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Aussage treffen, dass Quecksilber ursächlich für den Tod der Fische verantwortlich ist“, sagte er am Freitag in Schwedt. „Wir wissen im Moment nicht, woran sie wirklich gestorben sind.“ (rnd mit dpa)