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Genehmigung, Ausrichtung, DämmungDas sollten Sie beim Wintergarten-Bau beachten

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Wintergarten

Berlin – Wer im Winter zwischen Palmen und Zitronenbäumen frühstücken möchte, muss dafür nicht in den Süden fliegen. In einem Wintergarten lässt sich auch in der kalten Jahreszeit Natur genießen.

„Der Zweck ist beim Wintergarten in der Regel das Wohnen draußen, das ganze Jahr über“, sagt Franz Wurm vom Wintergarten Fachverband. Wintergärten sind beliebt: Ihre Zahl beläuft sich in Deutschland auf rund 3,7 Millionen, schätzt Uwe Arndt vom Bundesverband Wintergarten.

Schutzraum für Pflanzen

Grundsätzlich müsse zwischen Kaltwintergärten und wärmegedämmten Wohnraumerweiterungen unterschieden werden, erläutert Stephan Hettlich, Leiter der Solarlux-Akademie: „Ein Kaltwintergarten ist ein Glashaus, das heißt, eine Terrassenüberdachung mit seitlicher Verglasung.“ Für einen längeren Aufenthalt im Winter ist das bewohnbare Gewächshaus nicht geeignet. Bei starker Sonneneinstrahlung wirkt jedoch der Treibhauseffekt und es kann darin angenehm warm werden. Vor allem aber sind Kaltwintergärten ein guter Schutzraum für viele Gartenpflanzen, um zu überwintern.

Wer seinen Wintergarten auch in der kalten Jahreszeit bewohnen möchte, muss eine aufwendigere Lösung wählen. Im Idealfall wird der Wintergarten bereits beim Neubau eingeplant. In der Regel lässt er sich auch an Bestandsgebäude anbringen. Verwendet werden Konstruktionen aus Glas, Stahl, Aluminium, Kunststoff und Holz. Im Angebot seien vor allem Ausführungen als Pult-, Sattel-, oder Flachdach, erläutert Wurm.

Der Warmwintergarten muss gut gedämmt sein. Wärmeschutzglas ist in der Regel Pflicht, um den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) Genüge zu leisten. Außerdem wird ein entsprechendes Fundament oder ein Estrich mit Dämmung benötigt. Für Wärme sorgen Fußbodenheizungen, Kamine oder Konvektionsheizungen.

Sonnenschutz und Belüftung

Oft sind Lage und Ausrichtung des Wintergartens vorgegeben. Wer jedoch die freie Wahl hat, kann abwägen: Ist Morgensonne gewünscht? Sorgen bei einer Südausrichtung Bäume für Schatten oder ist der Raum der prallen Sonne ausgesetzt? Selbst in einem Kaltwintergarten könne es an sonnigen Tagen bis zu 70 Grad heiß werden, warnt Arndt. Deshalb ist meist ein guter Sonnenschutz erforderlich. Markisen an Fenstern und am Dach sind am wirkungsvollsten, wenn sie außen angebracht werden.

Wichtig ist außerdem eine gute Belüftung: Die Luft im Wintergarten sollte jede Stunde mehrmals ausgetauscht werden. Dafür genügt es, Fenster und Türen regelmäßig zu öffnen. Bequemer sind automatische Lüftungsanlagen, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit regulieren. Außerdem ratsam: Ein guter Schall- und Einbruchschutz. Fenster, Türen und Glasfaltwände sollten mindestens die Widerstandsklasse RC 2 besitzen. Sind Wintergärten Wind- oder Schneelasten ausgesetzt, muss das ebenfalls berücksichtigt werden.

Baugenehmigung meist erforderlich

Einfache Kaltwintergärten mögen Heimwerker selbst aufbauen können – Fachleute raten aber vom Eigenbau ab. „Wer ein Glashaus oder einen Wintergarten selbst aufbaut, riskiert fehlerhafte Anschlüsse sowie eine undichte Verglasung. Zudem sind Statik und Wärmedämmung ungeprüft“, warnt Hettlich. Bei fehlerhafter Ausführung können sogar Schäden am Gebäude entstehen, etwa durch Schimmel.

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Ganz gleich, was für ein Wintergarten gebaut wird: Meist ist eine Baugenehmigung erforderlich. Die Kosten für einen qualitativ hochwertigen Wintergarten belaufen sich laut Wurm auf mindestens 20 000 Euro.