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Historisches EreignisDie Dänen bekommen keinen Ikea-Katalog mehr

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Ikea stellt in Dänemark den gedruckten Katalog ein (Symbolbild).

Kopenhagen – Ikea verzichtet in Dänemark künftig auf den Versand gedruckter Kataloge. „Ab diesem Jahr werden die Dänen die Informationen dort bekommen, wo sie ohnehin am häufigsten unterwegs sind: im Internet“, gab der Möbelkonzern am Montag bekannt. „Eine wirklich große Sache“, wie es bei Ikea heißt.

Schließlich seien die Dänen seit 50 Jahren gewohnt, Neuigkeiten und Inspiration von Ikea per Post zu bekommen, wie es in einer Stellungnahme weiter heißt. „2019 markiert deshalb ein neues Kapitel in der Geschichte von Ikea Dänemark“.

Ikea will weiter digitalisieren

Künftig sollen die Dänen den Katalog per PDF oder per Ikea-App bekommen – Letztgenannte ist ohnehin Kern der Ikea-Strategie, die Geschäfte weiter zu digitalisieren.

In Deutschland ist das Möbelhaus diesbezüglich deutlich zurückhaltender: Zwar gebe es hier – wie auch weltweit – Überlegungen, ob der gedruckte Katalog noch das Mittel der Wahl sei, um Kunden zu erreichen, sagte Sprecherin Isolde Debus-Spangenberg.  Den Deutschen ist die gedruckte Fassung aber ans Herz gewachsen. „Hier sehen wir, dass die emotionale Bindung zum Katalog sehr groß ist“, so Debus-Spangenberg weiter. „Es gibt keine Pläne, ihn einzustellen“, betont sie.

Trotzdem werde auch in Deutschland experimentiert – was die Verteilung anbelangt. Das könnte beispielsweise stärker auf spezielle Zielgruppen zugeschnittene Kataloge bedeuten.

Versand ab 18. August

Vorerst gibt es Debus-Spangenberg zufolge aber wirklich keine Änderungen: Am 14. August werde der neue Katalog vorgestellt. Versandt werde er ab dem 18. August.

Ganz auf den gedruckten Katalog müssen auch die Dänen nicht verzichten: Für „Liebhaber“ soll die mehrere hundert Seiten dicke Fassung unter anderem in Ikea-Filialen ausgelegt werden.