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Kommentar zur ImpfbereitschaftImpfbusse und mehrsprachige Aufklärung statt Events

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Parada erste Geimpfte USA

Konfetti-Parade für Impfbereitschaft: Sandra Lindsay erhielt als erste in den USA eine Covid-Impfung.

Die Impfkampagne in Deutschland lahmt. Brauchen wir nun hierzulande – wie in den USA – ein staatliches Glücksspiel, um die bislang Säumigen dazu zu animieren, ihre Oberarme freizumachen?

Fußballstadion, Einkaufszentrum, Aufklärung

Die ersten Politiker wie Saarland-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) wünschen sich Impf-Gewinnspiele. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen fährt mit dem Impfmobil vors Einkaufszentrum; wer sich den Schuss abholt, bekommt einen Zehn-Euro-Gutschein für die Läden. Sachsen ist Schlusslicht in der Impfkampagne, der Anteil der Skeptiker besonders hoch. Da sind ungewöhnliche Aktionen nötiger als anderswo. Impfen als Event, vor dem Fußballstadion oder dem Einkaufszentrum, mit kleiner Gewinnchance, warum nicht?

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Das ist Imagearbeit, die auf jeden Fall besser funktioniert als die Plakate des Gesundheitsministeriums. Impfen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen, dafür sind kreative Kooperationen sinnvoll. Und ohnehin: Wir brauchen mehr Impfbusse in Brennpunkten, verbunden mit mehrsprachiger Aufklärung.

Die Lotterie beim Impfen fand in den vergangenen Monaten oft als Geduldsspiel in überlasteten Telefon-Hotlines und vor Online-Buchungsseiten statt. Wer sich jetzt entscheidet, hat die freie Auswahl. Auch das muss besser kommuniziert werden. Eine staatliche Impflotterie aber würde hierzulande sofort die Neider auf den Plan rufen. Klagen, Kleinreden, Imageschäden wären die Folgen.