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Kommentar zum ReisenDie Einschränkungen sind schwerwiegend, aber richtig

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Flugzeug Reiseverkehr

Das Coronavirus schränkt den Reiseverkehr drastisch ein.

  1. Die Bundesregierung bereitet einen weitgehenden Einreisestopp aus Ländern vor, in denen neue Varianten des Coronavirus besonders verbreitet sind.

Es gibt zwei Themen, die beim Kampf gegen die Corona-Pandemie besonders umstritten sind: der Umgang mit Schulen und Kitas – und der mit dem Reisen. Bei Bildungseinrichtungen geht der Streit bis in die Wissenschaft. Es besteht auch zwischen Virologen ein Dissens darüber, welche Rolle Schulen und Kitas bei der Verbreitung des Virus spielen.

Bei Reisen gibt es diesen Dissens nicht. Jeder weiß, dass der Fernverkehr für die Ausbreitung der Pandemie nicht nur eine wichtige, sondern die entscheidende Rolle spielt. Ohne Reisetätigkeit hätte es der Sars-CoV-2-Erreger niemals in wenigen Monaten aus der chinesischen Provinz Wuhan nach Deutschland, Europa und in die ganze Welt geschafft. Ohne Reisen wären die Infektionszahlen im Herbst nicht so stark angestiegen, ohne Reiseverkehr bliebe manch eine Virusmutante wohl ein regional begrenztes Problem.

Es ist deshalb nachvollziehbar, dass die Bundesregierung nun den Flugverkehr zwischen den Mutationshotspots und Deutschland weitgehend kappen will. Aber ist es auch richtig?

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Immerhin begreifen viele Menschen das Reisen als integralen Bestandteil ihrer persönlichen Freiheit. Und auch die wirtschaftlichen Auswirkungen wiegen schwer – nicht nur für den Tourismus. Hinzu kommen persönliche Tragödien, wenn Familien oder Liebende sich nicht mehr sehen können.

Der Schritt ist also kein leichter, aber er muss trotzdem gegangen werden. Die Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit, die alle Menschen im Lockdown ertragen müssen, sind bereits jetzt riesengroß. In der Abwägung, ob man wenigen das Reisen erlaubt oder vielen noch weitere Einschränkungen abverlangt, überwiegt das Interesse der vielen. Auch wenn es schmerzhaft ist.