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Viele LockerungenDiese Corona-Regeln gelten für Reisende in Europa

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Die Sehnsucht nach einem Urlaub im Ausland wächst immer mehr.

Weil die Infektionszahlen sinken und die Impfquoten steigen, werden in vielen EU-Staaten die Corona-Beschränkungen gelockert. Die Testpflicht und Quarantäneauflagen für Einreisende bleiben allerdings in den meisten Staaten vorerst bestehen. Das könnte sich ändern, wenn Anfang Juli das EU-weite Corona-Reisezertifikat eingeführt wird. Ein Überblick:Deutschlands Nachbarländer

Belgien (Sieben-Tage-Inzidenz: 129,6)

Dort sind seit dem 8. Mai die Außenbereiche in der Gastronomie wieder geöffnet. Auch die Geschäfte sind offen. Trotz vergleichsweise hoher Inzidenzen plant die belgische Regierung weitere Lockerungen vom 9. Juni an. Einreisen von Deutschland sind möglich. Die Reisenden müssen allerdings in Quarantäne – außer der Aufenthalt ist kürzer als 48 Stunden.

Niederlande (Sieben-Tage-Inzidenz: 181,8)

Die Ausgangssperre ist aufgehoben, die Geschäfte sind offen, und die Kneipen dürfen draußen Kunden bedienen. Auch Fitnessstudios und Zoos sind wieder offen. Die Regierung in Den Haag rät Ausländern nach wie vor von einem Urlaub an der Nordsee ab. Grundsätzlich sind Einreisen aber möglich – allerdings nur mit einem negativen Corona-Test und einer Quarantänepflicht von zehn Tagen. In Deutschland gelten die Niederlande als Hochinzidenzgebiet. Das heißt: Urlauber, die nach Deutschland zurückkehren, müssen für zehn Tage in Quarantäne, können sich aber nach fünf Tagen durch einen negativen PCR-Test aus der Quarantäne befreien.

Frankreich (Sieben-Tage-Inzidenz 113,7)

Es ist ein Schritt zurück in die Normalität: Seit dem vergangenen Mittwoch sind die Außenbereiche von Cafés und Restaurants wieder geöffnet. Wenn Auflagen beachtet werden, dürfen die Menschen auch wieder Museen besuchen. Auch sind Reisen innerhalb des Landes wieder möglich. Von 21 Uhr an gilt jedoch weiter eine Ausgangssperre. Einreisen nach Frankreich sind erlaubt – allerdings nur nach Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Bei der Rückreise müssen Bundesbürger beachten, dass Frankreich als Hochinzidenzgebiet eingestuft ist.

Dänemark (Sieben-Tage-Inzidenz 121)

Beim Nachbarn im Norden geht es vergleichsweise locker zu. Geschäfte, Restaurants, Fitnessstudios und Kinos sind offen. Es wird bereits eine App genutzt, mit der negative Tests, vollständige Impfungen oder überstandene Infektionen nachgewiesen werden. Vollständig geimpfte Deutsche dürfen seit dem 1. Mai ohne Test und Quarantäne einreisen. Wer aus Ländern kommt, in denen die Fallzahlen niedrig sind, darf einreisen, muss aber in eine zehntägige Quarantäne, die durch einen weiteren negativen PCR-Test auf vier Tage verkürzt werden kann. Einkaufszentren, Hotels, Museen und Galerien in Polen dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Außengastronomie ist offen. Maskenpflicht gilt nur noch in Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen.

Österreich (Sieben-Tage-Inzidenz: 53,1)

Einreisen sind wieder ohne Quarantänepflicht möglich. Allerdings müssen negative Tests, Impfungen oder überstandene Infektionen nachgewiesen werden. Ausnahmen gelten für private Besuche und Einkäufe im kleinen Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich. In Restaurants werden Zutrittstests verlangt, die kostenlos angeboten werden. Bei der Rückreise nach Deutschland gelten weiter die Test- und die Quarantänepflicht.

Schweiz (Sieben-Tage-Inzidenz 103,9)

Urlaub ist vergleichsweise unkompliziert. Hotels, Museen, Läden, Theater, Kinos, Zoos und Freizeitparks sind ebenso geöffnet wie die Außengastronomie. Eine Testpflicht besteht nicht, allerdings gelten Höchstzahlen für Besucher. Auch Abstandsregeln und die Maskenpflicht müssen eingehalten werden. Wer mit Auto, Bus oder Bahn in die Schweiz reist, muss sich elektronisch registrieren. In Quarantäne müssen nur Einreisende aus Risikogebieten.Beliebte Urlaubsländer derDeutschen

Italien (Sieben-Tage-Inzidenz: 64,9)

Einreisende aus EU-Ländern müssen nicht mehr in fünftägige Quarantäne, wenn sie bei Ankunft ein negatives Testergebnis vorlegen. Mit Ausnahme des Aostatals gelten überall moderate Beschränkungen. Die Ausgangssperre gilt erst von 23 Uhr an. Theater, Museen und Kinos sind ebenso für Besucher geöffnet wie die Außengastronomie.

Spanien (Sieben-Tage-Inzidenz: 70,5)

In einigen Regionen verzeichnet das Land deutlich geringere Sieben-Tage-Inzidenzen als Deutschland. Auf der Inselgruppe der Balearen, zu denen Mallorca gehört, liegt die Inzidenz derzeit bei etwa 17. Dort gilt allerdings weiter eine nächtliche Ausgangssperre. Die Innenräume von Bars, Restaurants und Cafés könnten bereits vom kommenden Sonntag an wieder in manchen Regionen geöffnet werden. Einreisen nach Spanien sind grundsätzlich möglich. Wer aus Risikogebieten einreist, zu denen derzeit auch Deutschland gehört, muss einen negativen Test vorweisen.

Griechenland (Sieben-Tage-Inzidenz 128)

Um den Tourismus anzukurbeln, werden die Corona-Beschränkungen jetzt gelockert. Die Außengastronomie ist bereits seit 15. Mai geöffnet. Konzerte sind noch verboten. Das will die Regierung in Athen aber demnächst ändern. Griechenland-Besucher müssen ihre Einreise elektronisch anmelden und eine vollständige Impfung oder einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test vorlegen. Das gilt auch für Kinder ab fünf Jahren. Die Quarantänepflicht wurde abgeschafft.

Portugal (Sieben-Tage-Inzidenz 27,2)

Der einstige Corona-Hotspot hat nach Island die niedrigsten Infektionswerte in Europa. Seit dem vergangenen Montag dürfen auch wieder Besucher aus EU-Ländern einreisen, in denen die 14-Tage-Inzidenz unter 500 liegt. Voraussetzung ist ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Die Testpflicht besteht für ausnahmslos alle Einreisenden ab dem Alter von zwei Jahren.

Türkei (Sieben-Tage-Inzidenz 90,6)

Die Behörden unterscheiden zwischen Inländern und Ausländern. Für Einheimische gelten Ausgangsbeschränkungen in der Nacht und am Wochenende. Touristen sind davon ausgenommen. Wer aus Deutschland einreist, muss einen negativen PCR-Test vorweisen. Weil die deutschen Behörden die Türkei als Hochinzidenzgebiet einstufen, gilt nach der Rückreise hierzulande eine zehntägige Quarantänepflicht. Nach fünf Tage können sich Rückkehrer freitesten.

Kroatien (Sieben-Tage-Inzidenz 111,2)

Vollständig Geimpfte, Genesene und aktuell Getestete können dort Urlaub machen, müssen das allerdings beim Grenzübertritt nachweisen. Weil der Adria-Staat in Deutschland aber immer noch als Hochinzidenzgebiet gilt, heißt das für Rückkehrer zehn Tage Quarantäne – nach fünf Tagen können sie sich freitesten.