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„Darauf sollte mein Monolog gerichtet sein“FC-Trainer Kwasniok reagiert auf Kritik an Aussagen nach Stadion-Unfall

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Pressekonferenz, 1.FC Köln, 25.02.2026 Lukas Kwasniok 1.FC Köln, Cheftrainer während der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen FC Leipzig. Pressekonferenz, 1.FC Köln, 25.02.2026 DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi video. *** Press conference, 1 FC Köln, 25 02 2026 Lukas Kwasniok 1 FC Köln, head coach during the press conference before the Bundesliga match against FC Leipzig Press conference, 1 FC Köln, 25 02 2026 DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Buriakovx

FC-Trainer Lukas Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Augsburg.

Auf der Pressekonferenz vor dem Augsburg-Spiel adressierte Lukas Kwasniok den Todesfall eines FC-Fan beim Hoffenheim-Spiel. 

FC-Trainer Lukas Kwasniok hat sich am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem FC Augsburg für seine Aussagen vom vergangenen Samstag entschuldigt und diese nachträglich eingeordnet. Der Hintergrund: Beim Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim, das der FC mit einem 2:2 beendete, war ein 90-jähriger Zuschauer vor Anpfiff eine Treppe hinuntergestürzt, musste reanimiert werden und verstarb später im Krankenhaus.

Beide Fanlager hatten daraufhin ihren Support über die gesamten 90 Minuten eingestellt. Kwasniok hingegen hatte auf der Pressekonferenz nach dem Abpfiff ein Fass aufgemacht, das in dieser Situation viele als deplatziert empfanden.

1. FC Köln: Worte von Lukas Kwasniok sorgen für Kritik

Auf die Frage eines Reporters nach dem fehlenden Support der Südkurve hatte er erklärt: „Für uns ist es natürlich schade, weil das Heimspiel dann nicht mehr so einen Vorteil darstellt, wie es mit dem Support der Südkurve der Fall ist.“ Er fügte hinzu, die Mannschaft habe so etwas im Verlauf der Saison schon mehrfach erleben müssen – mal fehlende Fans bei Auswärtsspielen, mal ausbleibende Unterstützung zu Hause.

Man habe zwar „Verständnis für viele, viele Themen außerhalb des Fußballs“, doch sei es „ein zwiespältiges Thema“, das er nicht im Detail auseinanderklamüsern wolle. Und dann folgte der Vergleich, der die Wogen vollends hochgehen ließ: Ähnlich wie Bayern-Trainer Vincent Kompany, tags zuvor in einem fast zwölfminütigen Monolog zu den rassistischen Anfeindungen gegen Vinícius Júnior, könnte auch er, Kwasniok, eine „Grundsatzrede“ halten – „dafür würden zwölfeinhalb Minuten nicht reichen“.

Am Mittwoch holte der FC-Coach die Worte nach, die am Samstag gefehlt hatten. „Es ist gar nicht so einfach, die richtigen Worte zu finden. Besonders nach so einem Spiel, was so emotional gewesen ist. Deshalb möchte ich das hier nachholen. Wenn eine gewisse Stille im Stadion ist, dann ist es klar, dass etwas vorgefallen ist“, sagte Kwasniok.

FC-Trainer Lukas Kwasniok spricht sein Beileid aus

„Die Lage war für uns unübersichtlich, während und nach dem Spiel. Mittlerweile haben wir aus den Medien mitgenommen, dass ein FC-Fan verstorben ist. Es ist logischerweise das Selbstverständlichste, den Angehörigen mein Beileid auszusprechen und Kraft zu wünschen. Es gibt nichts Schlimmeres, als einen geliebten Menschen zu verlieren.“

Dann der erklärende Nachtrag: „Darüber hinaus war es so, dass ich aufgrund der unklaren Situation auf den Support der Süd angesprochen wurde, der nur wenig stattfand. Wenn man als Trainer rauskommt, die Hymne hört, der Gegner Pyrotechnik zündet und versucht, das Spiel zu befeuern – dann freut man sich auf das Spiel. In den vergangenen Spielen war es jedoch so – und darauf sollte mein Monolog nach dem Spiel auch gerichtet sein – dass wir als Aufsteiger ohne die Süd im Nachteil sind.“