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Völler gegen NationenhoppingDFB-Sportdirektor will Entscheidung bis zum 18. Geburtstag

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Rudi Völler

Rudi Völler spricht bei der DFB-Pressekonferenz. (Archivbild)

DFB-Sportdirektor Völler ist das „Nationenhopping“ ein Dorn im Auge. Er schlägt eine Entscheidung mit 18 Jahren vor.

Die aktuellen Bestimmungen zum Verbandswechsel junger Spieler zwischen Nationalteams werden von Rudi Völler kritisiert. Der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schlug zudem eine Vereinfachung der Abläufe vor. „Dieses Nationenhopping ist ganz schlecht und wertet auch die Nationalmannschaften ab“, sagte Völler der Funke-Mediengruppe.

„Es kann nicht sein, dass Spieler sich permanent entscheiden können, für wen sie spielen möchten. Das ist nicht gut“, äußerte sich Völler kurz vor dem WM-Test der DFB-Elf am Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) in Mainz gegen Finnland. Der Hintergrund für seine Äußerungen ist, dass sich in jüngster Zeit mehrere Talente für andere Nationalverbände entschieden hatten.

So könnten auch bei der WM Profis zum Einsatz kommen, die für die deutsche Nationalmannschaft hätten spielen können, wie Leverkusens Ibrahim Maza für Algerien oder Frankfurts Can Uzun für die Türkei.

Spieler mit doppelter Staatsbürgerschaft im Fokus

Der DFB-Kader selbst umfasst etliche Spieler, denen früher der Weg in andere Nationalteams offengestanden hätte. Vor seiner Laufbahn beim DFB war Jamal Musiala beispielsweise für die Jugendmannschaften Englands im Einsatz. Eine Kontaktaufnahme seitens des Verbandes von WM-Gegner Elfenbeinküste bestätigte Bayern-Verteidiger Jonathan Tah im DFB-Camp in Herzogenaurach. Dies geschah bereits vor der WM 2014.

„Da war ich 17, 18 Jahre alt geworden, da kamen die mal auf mich zu. Ich habe dann aber relativ schnell abgesagt“, erzählte Tah. 2016 gehörte er dann erstmals zum DFB-Aufgebot bei der EM in Frankreich.

WM-Vorbereitung der Fußball-Nationalmannschaft

Jamal Musiala, Jonathan Tah und Malick Thiaw hätte auch für andere Länder spielen können.

Der in Düsseldorf geborene Malick Thiaw hätte wegen der Herkunft seiner Eltern auch für Finnland oder WM-Teilnehmer Senegal spielen können, entschied sich aber für Deutschland.

Bundestrainer Julian Nagelsmann begegnet der Thematik schon immer pragmatisch und betonte, niemals einen Spieler überreden zu wollen. „Es muss eine Ehre sein, für Deutschland zu spielen“, sagte der 38-Jährige. Die Entscheidung könne einem jungen Spieler nicht abgenommen werden.

Völlers Vorschlag: Eine Altersgrenze von 18 Jahren

Besonders die späte Gelegenheit, die Verbandszugehörigkeit zu ändern, ist Völler ein Dorn im Auge. Früher war ein Spieler nach einem einzigen Einsatz im A-Nationalteam für dieses Land gebunden. Heutzutage ist ein Wechsel unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich: Der Spieler darf maximal drei A-Länderspiele absolviert haben, keinen Einsatz bei einem Turnier verzeichnen, muss jünger als 21 Jahre bei diesen Spielen gewesen sein und der letzte Einsatz muss über drei Jahre zurückliegen.

Zu kompliziert findet Völler. „Warum gibt es nicht eine einfache Regelung, sich spätestens mit dem 18. Lebensjahr zu entscheiden, für welches Land ich spiele? Das wäre die beste Lösung. Das ist meine feste Überzeugung“, sagte Völler. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.