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1. FC Köln
„Mitglied werden oder Dauerkarte weg“ – So geht man nicht mit treuen Fans um

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2 min
Deutschland: Bundesliga 2025/2026 33. Spieltag, 1. FC Köln vs. FC Heidenheim, Sonntag, 10.05.2026 Rhein-Energie-Stadion, Nordrhein-Westfalen Fans / Zuschauer / Stimmung / Schal *** Germany Bundesliga 2025 2026 Matchday 33, 1 FC Köln vs FC Heidenheim, Sunday, 10 05 2026 Rhein Energie Stadion, North Rhine-Westphalia Fans Spectators Mood Scarf Copyright: xCelinaxLeiersx

Volles Haus: Das Rheinenergie-Stadion, hier beim letzten Heimspiel der Saison 2025/2026.

Der 1. FC Köln spricht Tausenden Dauerkarteninhabern, die bisher nicht Mitglied im Verein sind, die Kündigung aus. Die Art und Weise stößt bei unserem Autor auf Kritik.

Der 1. FC Köln hat ein Problem. Während andere Bundesligisten wie RB Leipzig, die TSG Hoffenheim – aber auch Traditionsvereine wie Borussia Mönchengladbach – in der abgelaufenen Saison noch nicht mal die Hälfte ihrer Heimspiele in einem ausverkauften Stadion bestritten, rennen FC-Fans ihrem Verein geradezu die Bude ein. 75.000 Tickets könnten pro Spiel im Rhein-Energie-Stadion abgesetzt werden, in das allerdings nur 50.000 Besucher passen. Die logische Schlussfolgerung, einfach das Stadion zu vergrößern, ist derzeit allerdings so realistisch wie der Meistertitel in der kommenden Saison.

1. FC Köln: Schlag ins Gesicht vieler Fans

Eine andere Lösung musste her, da von den inzwischen 165.000 Mitgliedern zu viele bei Heimspielen außen vorbleiben. Dass nun Tausende Dauerkarteninhaber geradezu gezwungen werden, ebenfalls Mitglied zu werden, um auch weiterhin das Stadion besuchen zu können, ist nicht nur ein radikaler Schritt. Es ist zugleich ein Schlag ins Gesicht vieler FC-Fans, die ihrem Verein schon in der alten Müngersdorfer Betonschüssel die Treue gehalten haben. In jenen Zeiten, in denen viele Ränge leer blieben, obwohl der FC sportlich besser abschnitt als zuletzt, gab es als Dankeschön einen Schlüsselanhänger mit FC-Logo, wenn man sich zum Kauf einer Dauerkarte entschied.

Fakt ist, dass der jetzt erfolgte Beschluss auf dem Ergebnis einer Umfrage basiert. Als mitgliedergeführter Verein sieht sich der FC in der Verantwortung, dem Votum seiner Mitglieder zu folgen. Aber die Klubspitze hätte es anders – vor allem transparenter – lösen müssen und vorab über das weitere Vorgehen informieren sollen. Stattdessen kam die Ankündigung „Mitglied werden, oder Dauerkarte weg“ für die meisten Fans völlig überraschend.

Bezeichnend ist auch, dass nur 18.000 Mitglieder an der Umfrage teilgenommen und somit aktiv Vereinspolitik betrieben haben. Heißt das im Umkehrschluss, dass 147.000 Mitglieder nur dem FC angehören, weil sie an eine Karte kommen wollen und alles andere nicht interessiert? Dieser Verein benötigt dringend ein größeres Stadion – zuallererst aber eine bessere Kommunikationskultur.