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FC-ÜberfliegerEl Mala zeigt neue Facette seines Könnens – Kollegen erleichtert

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Said El Mala, Kristoffer Lund und Ragnar Ache jubeln nach einem Tor gegen Hoffenheim.

Said El Mala, Kristoffer Lund und Ragnar Ache jubeln nach einem Tor gegen Hoffenheim.

Said El Mala war beim 2:2 gegen Hoffenheim an beiden Toren beteiligt. Sein eigener Treffer war dabei eine Besonderheit.

Für Said El Mala scheint Hoffenheim ein guter Gegner zu sein. Nachdem er im Hinspiel das entscheidende 1:0-Tor für den 1. FC Köln schoss, war er am Samstag beim 2:2-Unentschieden mit einer Torvorlage und einem eigenen Treffer erneut erfolgreich.

Eine spürbarte Erleichterung für den 19-jährigen Kölner. In letzter Zeit stand er aufgrund seiner rasanten Karriereentwicklung, Diskussionen um Spielminuten, potenzielle Transfergebühren und eine mögliche WM-Nominierung unter erheblichem Druck.

Seine Antwort gab Said El Mala am Samstag auf dem Platz. Mit einer Vorlage und einem Tor zeigte er seine Klasse. In seiner ersten Bundesliga-Saison kommt er nach 23 Spielen nun auf acht Treffer und vier Assists. Zuvor hatte El Mala letztmals am 10. Januar 2026 beim 2:2 in Heidenheim ein Tor erzielt.

Friedhelm Funkel lag mit Prognose zu Said El Mala richtig

Friedhelm Funkel äußerte sich gegenüber EXPRESS.de zuletzt zuversichtlich: „Er wird noch weiter zünden, denn er hat ein unglaubliches Potenzial. Aber Said ist eben auch noch ein ganz junger Spieler, da ist es normal, dass er nicht in jedem Spiel über die volle Distanz eingesetzt wird. Was ihm gerade fehlt, ist ein weiteres Tor. Aber ich bin sicher, er wird bald wieder treffen.“

Diese Vorhersage bewahrheitete sich. Nach einer Vorlage von Jakub Kaminski lief El Mala auf das Tor von Hoffenheim zu. Statt seinen stärkeren rechten Fuß zu nutzen, legte er sich den Ball auf den linken. Dadurch konnte er das Eingreifen der mitgelaufenen Gegenspieler umgehen, und der Ball landete, von Torwart Oliver Baumann abgefälscht, im Tor.

Mit dieser Aktion zeigte El Mala eine neue Facette seines Könnens. Seine Bewegung kann als Antwort auf die Anmerkungen von Lukas Kwasniok verstanden werden. Der FC-Trainer hatte erklärt, dass es für El Mala zunehmend schwieriger werde, da sich die Gegner auf ihn einstellen. Der junge Spieler müsse nun unter diesen erschwerten Umständen den nächsten Entwicklungsschritt gehen.

Diesen Schritt vollzog El Mala gegen Hoffenheim und zeigte sich anschließend sehr glücklich und erleichtert. Auf seinem Instagram-Profil schrieb er: „Was eine Teamleistung! Happy über mein Tor und Assist. Wir machen weiter“.

FC-Kollegen freuen sich mit Said El Mala

Auch seine Teamkollegen freuten sich mit dem jungen Spieler. Tom Krauß äußerte sich dazu: „Man sieht schon, wie wichtig er für uns ist, wenn er seine Qualitäten zeigt. Es freut mich für ihn, weil man auch weiß: In den letzten Wochen wollte er unbedingt einen Scorer haben, wollte er unbedingt ein Tor machen. Gegen Hoffenheim hat er beides geschafft und es freut mich für ihn ungemein, weil ich ihm am Ende auch immer zuspreche, auch wenn er mal Aktionen hat, wo es nicht so gut läuft. Und deswegen freut es mich für den Jungen sehr. Hoffentlich kann er uns noch ein bisschen helfen in der Saison.“

Ragnar Ache, der nach einer Flanke von El Mala per Fallrückzieher traf, zeigte sich ebenfalls erfreut: „Für ihn war es wichtig, wie für jeden Stürmer, um Selbstvertrauen zu bekommen. Das bekommt Said nun auch mit einem Assist und einem Tor. Da können andere sagen, was sie wollen. Hoffentlich macht er es jetzt wieder öfter, wie am Anfang der Saison.“

Joel Schmied, ein Verteidiger, berichtete von der Bedeutung des Tores für El Mala: „Ich war der letzte, der mit ihm gejubelt hat, weil ich den weitesten Weg hatte. Da meinte er zu mir, dass er überglücklich sei, weil es endlich mal wieder geklappt hat. Auf diesem jungen Kerl lastet ja auch schon eine Menge Druck. Aber gegen Hoffenheim funktioniert es ja ganz gut für Said. Das ganze Team ist glücklich und freut sich mit ihm.“ (red)