Nach einem schweren Unfall auf der A4 war die Autobahn Richtung Köln gesperrt. Für eine Frau kam jede Hilfe zu spät.
Pkw zerquetscht22-Jährige aus Bonn stirbt bei Lkw-Unfall auf A4 in Köln
Auf der A4 bei Köln hat sich am Montagabend (15. Juni) ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Nach Angaben der Kölner Polizei vom Dienstagmorgen wurde dabei eine Frau getötet.
Die Autobahn war stundenlang in Fahrtrichtung Olpe zwischen dem Kreuz Köln-West und der Anschlussstelle Klettenberg voll gesperrt. Es bildete sich ein langer Stau. Erst um 1.15 Uhr wurde eine Fahrspur wieder freigegeben, um 4.12 Uhr wurden alle Sperrungen aufgehoben.
Der Unfall ereignete sich gegen 19.15 Uhr. Ein Autotransporter fuhr kurz vor der Anschlussstelle Klettenberg auf der rechten Spur auf ein Auto auf und schob dieses unter einen Sattelzug. Die Person im Pkw wurde getötet, der Fahrer des Transporters erlitt schwerste Verletzungen.
Autofahrerin gestorben – Lkw-Fahrer wurde eingeklemmt
Die Feuerwehr berichtet, dass die ersten Einsatzkräfte ein Auto stark deformiert zwischen zwei Lastwagen vorgefunden hätten. Der Pkw mit Bonner Kennzeichen war fast vollständig unter den Sattelzug geschoben worden. Die Person im Auto erlitt bei dem Unfall derart schwere Verletzungen, dass sie noch vor Ort starb. Erst später konnte festgestellt werden, dass es sich um eine Frau handelt. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine 22-Jährige aus Bonn.
Der 39-jährige Fahrer des Autotransporters wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde anschließend schwerstverletzt in die Kölner Uniklinik gebracht. Über seinen Gesundheitszustand gibt es bislang keine weiteren Informationen. Der 37 Jahre alte Sattelzugfahrer blieb unverletzt.
Ein Verkehrsunfallaufnahmeteam der Polizei wurde eingesetzt. Wie genau es zu dem Unfall kam, ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 48 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen vor Ort.
Verkehrsteilnehmende sollten Kreuz Köln-West meiden
Laut WDR bildete sich infolge des Unfalls ein rund fünf Kilometer langer Stau. Verkehrsteilnehmende mussten bis tief in die Nacht in dem Bereich mit erheblichen Behinderungen rechnen.
Erst vor wenigen Tagen hatte sich auf demselben Abschnitt der A4 ein schwerer Unfall ereignet. In der Nacht auf Mittwoch (10. Juni) war im Baustellenbereich zwischen dem Kreuz Köln-West und der Anschlussstelle Klettenberg ein Lastwagen mit einer Betonschutzwand kollidiert. Ende Mai war im Kreuz Köln-West ein 33-jähriger Lkw-Fahrer auf ein Stauende aufgefahren, eingeklemmt und schwer verletzt worden.

Auch am Dienstagnachmittag gab es Stau auf der A4 zwischen dem Kreuz Köln-West und der AS Klettenberg in Fahrtrichtung Süden. Das Stauende birgt ein hohes Gefahrenpotenzial, in den vergangenen Wochen passierten hier bereits mehrere Unfälle.
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Erst kürzlich war die A4-Autobahnbrücke am Eifeltor für Lkw in Richtung Olpe gesperrt worden. Fahrzeuge, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen, dürfen den Brückenabschnitt zwischen den Ausfahrten Köln-Klettenberg und Köln-Eifeltor nicht mehr befahren. Lkw, die den Güterbahnhof Eifeltor ansteuern, müssen die A4 an der Ausfahrt Köln-Klettenberg verlassen und lokale Routen nutzen. Sie sammeln sich folglich auf der rechten Spur. Der überregionale Schwerverkehr wird bereits am Autobahnkreuz Köln-West weiträumig abgeleitet. (red)
