Am 4. Oktober vor 40 Jahren erlebten 39.000 Zuschauer im Gelsenkirchener Parkstadion einen Nachmittag für die Geschichtsbücher. Der 1. FC Köln war zu Gast, der junge Christoph Daum trainierte eine Mannschaft voller Stars, und in der Spitze spielten zwei Brüder: Thomas und Klaus Allofs. Nach 26 Minuten führte Schalke mit 2:0, doch dann drehten die Kölner auf: Michael Wollitz verkürzte noch vor der Pause. Dann erzielte Thomas Allofs einen lupenreinen Hattrick mit Treffern in der 53., 61. und 75. Minute. Das 2:2 legte ihm sein Bruder Klaus per Ecke auf.
Der FC gewann 4:2. Klaus Allofs wechselte am Ende der Saison zu Olympique Marseille. Thomas Allofs blieb und wurde 1989 Torschützenkönig – gemeinsam mit Roland Wohlfarth, einer Kölner Schreckensfigur. Wohlfarth beendete in der Saison 1988/89 die Kölner Meisterträume: Beim 3:1 des FC Bayern in Müngersdorf erzielte er drei Tore.
Am Samstag (15.30 Uhr) spielt der 1. FC Köln erneut in Müngersdorf gegen Schalke 04. Ein 4:2 wäre nach dem Geschmack der FC‑Fans. Angesichts der Personallage im Sturm haben 40 Jahre nach der Allofs-Gala die Brüder El Mala die Chance auf einen großen Auftritt: Weil Thijs Dallinga mit einem Kreuzbandriss fehlt, Ragnar Ache nach einer Muskelverletzung weiter ausfällt und Imad Rondic verletzt ist, könnte Malek El Mala einen Platz im Kölner Bundesligakader bekommen.
Der Stürmer fiel immer wieder aus, zuletzt wegen einer Sprunggelenksverletzung. Am vergangenen Wochenende spielte er allerdings 55 Minuten für das Kölner Regionalligateam und erzielte beim 3:2-Sieg über Rödinghausen zwei Tore. Am Dienstagnachmittag kam er im Regionalligaspiel bei der Zweitvertretung von Schalke 04 von der Bank – und traf sehenswert per El-Mala-Schlenzer von links mit rechts ins lange Eck zum 3:0. Die Partie endete 3:1 für Köln.

Klaus Allofs (l.) mit seinem Bruder Thomas beim 4:2 gegen Schalke 04 im Oktober 1986
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Der 1,94 Meter große Stürmer wäre eine interessante Alternative im Zentrum, wo in Frankfurt sein Bruder Said mit Marius Bülter auflief, ohne sonderlich erfolgreich zu sein. Zwar hatte Said El Mala eine Großchance, als er nach einem Alleingang den Ball am Tor vorbeidrehte. „Ich hatte eine Chance, wo ich ein bisschen ruhiger sein muss und nicht so hektisch“, sagte er, „man muss aber auch verstehen, ich bin aus der eigenen Hälfte losgelaufen, da ist es nicht so leicht.“
Mit seinem Bruder zumindest auf der Bank hätten die Kölner einen echten Stürmer, um reagieren zu können. In der Jugend spielte Malek El Mala wegen seiner Größe als Innenverteidiger. Marian Wilhelm, mittlerweile Cheftrainer beim Drittligisten Viktoria Köln, sah in Malek allerdings einen Mittelstürmer: Der ältere der beiden El Malas ist schnell, enorm trickreich und hat ein bemerkenswertes Gespür für Situationen. Ob er schon bereit ist für die Bundesliga, muss FC-Trainer René Wagner in dieser Woche beurteilen.
Heskey sorgt für Aufmerksamkeit
In Frankfurt (0:1) beeindruckte Reigan Heskey nach seiner Einwechslung. Das englische Talent hatte bislang Schwierigkeiten, sich an den Erwachsenenfußball zu gewöhnen, kam nur auf 21 Bundesligaminuten. Bei seiner Chance in Frankfurt (0:1) scheiterte er allerdings nach starkem Dribbling nur knapp. FC-Geschäftsführer Thomas Kessler nahm das gern zur Kenntnis: „Als Reigan reingekommen ist, hat er gezeigt, was für eine Qualität er hat. Ich hätte mich heute besonders für ihn gefreut, wenn er getroffen hätte“, sagte der FC‑Boss. Ist Heskey womöglich ein Kandidat für das Schalke-Spiel? „Step by Step, Minute für Minute: Jede Minute, die er spielt, wird ihn weiterbringen“, sagte Kessler. Womöglich bietet die Partie gegen Schalke am Samstag Kölns jungen Offensivspielern die Chance.

