Absolviert der zuletzt starke Mittelfeldspieler sein 15. Bundesligaspiel für den FC, dann greift die Kaufoption im Leihvertrag mit Mainz.
Bei Einsatz in Freiburg und RettungTom Krauß benötigt nur noch ein Spiel für eine Zukunft beim 1. FC Köln

Befreiender Jubel nach dem 2:1-Sieg gegen Mainz: Tom Krauß hatte wesentlichen Anteil am wichtigen Erfolg des 1. FC Köln.
Copyright: Marius Becker/dpa
Beim 1. FC Köln rücken zu Beginn des neuen Jahres zwei Namen in den Mittelpunkt, die in der Hinrunde der Bundesliga lagen Zeit eine unbefriedigende oder sogar fast keine Rolle gespielt hatten. Tom Krauß und Alessio Castro-Montes nutzten ihre Chancen – und zeigen, wie wertvoll sie für den FC werden können.
Beim 2:1-Sieg gegen Mainz 05 bot Krauß einen Auftritt voller Leidenschaft und Energie. Der defensive Mittelfeldspieler kam überraschend erst zur zweiten Halbzeit, als Köln gegen Mainz mit 0:1 im Hintertreffen lag. Doch mit seiner Einwechslung änderte sich das Gesicht der Partie spürbar. Krauß brachte Ordnung, Haltung, Konsequenz und Struktur ins Zentrum – und half entscheidend dabei, das Spiel zu drehen.
Dabei war Krauß nach seiner starken Vorstellung unter der Woche gegen Bayern (1:3) in der Startelf erwartet worden. Trainer Lukas Kwasniok verriet, dass der 24-Jährige ursprünglich für diese auch vorgesehen gewesen war. „Bis gestern Mittag war er noch eingeplant“, sagte der Coach. „Ich habe mich dann aber entschieden, mehr Körpergröße von Beginn an zu bringen und ihn lieber für die zweite Halbzeit aufzuheben.“ So begannen Eric Martel und Isak Johannesson auf der Sechserposition – ein Experiment, das nicht funktionierte. Zur Pause war für beide Schluss. Mit Krauß kam Stabilität, mit ihm wuchs der Glaube an die Wende. „Er war in der zweiten Halbzeit unser Gamechanger“, lobte Kwasniok.
Alles zum Thema Fußball-Bundesliga
- Transfers und Gerüchte Leihe rückt näher: Ricken gibt Transfer-Update beim BVB
- Tottenham gegen Dortmund Tottenham-Coach trotzt Sorgen und Kritik: „Ich kämpfe“
- Champions League Bayer 04 kämpft bei Olympiakos Piräus in hitziger Atmosphäre um die Wende
- Bei Einsatz in Freiburg und Rettung Tom Krauß benötigt nur noch ein Spiel für eine Zukunft beim 1. FC Köln
- 2. Fußball-Bundesliga Paderborn-Profi Brackelmann meldet sich nach schwerem Sturz
- 2. Fußball-Bundesliga Paderborn-Profi Brackelmann meldet sich nach schwerem Sturz
- Fußball-Bundesliga Eintracht auf Trainersuche: Nur ein Spiel für Schmitt?
Erst seit Dezember gehört Krauß regelmäßig zum engeren Kreis der Startelf, doch nun gelang dem gebürtigen Leipziger ein womöglich entscheidender Schritt nach vorne. Starke Auftritte machen ihn zu einem der Gewinner des jungen Jahres.
Neuer Vertrag dann bis 2029
Noch ist der Mittelfeldspieler lediglich von Mainz ausgeliehen. Doch im Vertrag ist eine Kaufpflicht über eine Summe von 3,5 Millionen Euro verankert. Die greift nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: der Kölner Klassenerhalt und 15 von Krauß absolvierte Bundesligaspiele für den FC. Nach dem Einsatz gegen Mainz steht der 24-Jährige bei 14 Partien. Auf sein 15. Liga-Spiel könnte Krauß somit am kommenden Sonntag in Freiburg kommen. Vereinbart wurde nach Informationen dieser Zeitung zudem, dass der neue Vertrag dann um weitere drei Jahre bis zum 30. Juni 2029 laufen würde. Krauß kann sich ohnehin eine Zukunft am Geißbockheim sehr gut vorstellen: Er fühlt sich im Verein und in der Stadt wohl, wurde auch privat in Köln glücklich.
Auch Castro-Montes überzeugt
Nicht minder auffällig präsentierte sich Castro-Montes. Der Belgier belebte die Außenbahnen und setzte nach vorne Akzente. Seine präzise Flanke führte zum 1:1. Schon beim 2:2 in Heidenheim hatte Castro-Montes beide Treffer vorbereitet. Trainer Kwasniok lobte: „Er hat auf beiden Seiten das gezeigt, was wir uns erhofft haben. Mit seinem rechten Fuß und seiner Spielintelligenz ist er eine klare Verstärkung.“ Der Neuzugang (Vertrag bis 2028) war vor der Winterpause lange kein Faktor gewesen und nur sporadisch zum Zug gekommen. Doch in Spanien nutzte er die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. „Er hat im Trainingslager überzeugt und gezeigt, welche Qualitäten er hat. Der Start war nicht einfach, manchmal braucht es Zeit. Jetzt sieht man, wie sehr er uns helfen kann“, sagte Sportdirektor Thomas Kessler.


