Die Ansagen von Michael Trippel, dem Sprecher im Stadion des 1. FC Köln, haben nach der Partie gegen den BVB für Aufsehen gesorgt.
Kontroverse um FC-StadionsprecherBundesliga-Kollege äußert sich zu Trippels Schiri-Aussagen

Arnd Zeigler hat sich zum Wirbel um FC-Stadionsprecher Michael Trippel geäußert.
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Die Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund (1:2) am Samstag, dem 7. März, bot Anlass für mehrere kontroverse Diskussionen.
Nicht nur der Platzverweis für FC-Abwehrspieler Jahmai Simpson-Pusey (20) oder ein Handspiel von BVB-Akteur Yan Couto (23), das vom VAR nicht überprüft wurde, waren Thema. Auch die Kommentare von Michael Trippel (71), dem Kölner Stadionsprecher, zu diesen Vorfällen führten zu Debatten.
Aufregung um Michael Trippel: Arnd Zeigler äußert sich
Trippel kommentierte den Platzverweis für Simpson-Pusey über die Lautsprecheranlage mit den Worten: „Pfui! Widerlich!“ Im Anschluss an die Szene mit Couto sprach er ins Mikrofon: „Ich werde Ärger kriegen, aber ich sage es: In der Nachspielzeit gab es ein klares Handspiel eines Dortmunders und das guckt sich noch nicht mal einer an.“
Unmittelbar nach dem Abpfiff äußerte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) am Mikrofon von Sky seine Kritik an Trippel: „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht.“ Auch der DFB reagierte, indem er ein Untersuchungsverfahren gegen Trippel startete und verlauten ließ: „Wir missbilligen die Äußerungen des Stadionsprechers des 1. FC Köln entschieden und halten sie für inakzeptabel.“ Es kam häufig die Frage auf, ob Trippel mit seinem Handeln seine Kompetenzen als Stadionsprecher überschritten habe.
In den sozialen Medien erhielt er jedoch von zahlreichen Anhängern Zuspruch. Dort war unter anderem zu lesen: „War nicht gut von Trippel, okay, aber wer diese emotionale Reaktion nicht versteht, tut mir leid“, sowie „Er hat das ausgesprochen, was alle gedacht haben. Ich spende gerne 20 Euro, falls er eine Geldstrafe bekommt.“
Nun bekommt Trippel sogar Unterstützung von einem Amtskollegen aus der Bundesliga. Sein Kölner Gegenstück wird von Arnd Zeigler (60), dem Sprecher im Stadion von Werder Bremen, zumindest in Teilen verteidigt.
Zeigler erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Natürlich bist du kein neutraler Kommentator. Dass da eine gewisse Ungleichbehandlung zwischen Heim- und Auswärtsmannschaft hörbar ist, hat sich eingebürgert. Umso wichtiger ist daher eine verantwortungsvolle Selbstregulierung durch den Stadionsprecher.“
Der Gastgeber einer eigenen Sendung beim WDR (Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs) fügte jedoch hinzu: „Als Stadionsprecher bist du aber nicht derjenige, der die Stimmung macht, sondern jemand, der ihren Rahmen mitgestaltet. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, in kritischen Situationen zur Deeskalation beizutragen.“
Zeigler hält auch die DFB-Vorschrift für Stadionsprecher, welche die Unterstützung des Heimteams untersagt, für nicht gelungen: „Das ist kein realistischer Teil des Handbuchs. Dann dürftest du konsequenterweise auch nicht die Namen von Torschützen rufen lassen oder die Aufstellung.“ Allerdings sei es nicht akzeptabel, wenn ein Stadionsprecher den Kontrahenten oder den Unparteiischen herabwürdigt und die Atmosphäre unnötig anheizt. (red)
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