Friedhelm Funkel ist für den Fußball weiter Feuer und Flamme. Einem Klub aus der Bundesliga gab er kürzlich eine Abfuhr – nun erklärt er die Hintergründe.
Absage an BundesligistenTrainer-Ikone Funkel über den FC und einen Liga-Konkurrenten

Friedhelm Funkel hätte in der vergangenen Saison beim VfL Bochum landen können.
Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa
Mit seinen 72 Jahren hat Friedhelm Funkel im professionellen Fußball viel gesehen. Mehr als 1400 Spiele als Aktiver und Trainer sind in seiner Laufbahn verzeichnet. Ein Karriereende ist für ihn aber kein Thema, denn seine Begeisterung für diesen Sport ist weiterhin groß.
Eine Aufgabe als Krisenhelfer, so wie jüngst für den 1. FC Köln bei der Mission Bundesliga-Rückkehr? Das ist für die Trainer-Ikone eine vorstellbare Möglichkeit: „Ich muss das nicht mehr machen, aber ich habe noch Spaß daran, ich habe Bock darauf“, teilte er der „Frankfurter Rundschau“ mit.
Friedhelm Funkel enthüllt: Bochum wollte ihn im Herbst unbedingt
Falls eine Aufgabe machbar erscheine, würde er eine Rückkehr an die Seitenlinie nicht ausschließen. Fast hätte es in der abgelaufenen Spielzeit schon ein erneutes Engagement gegeben, wie Funkel nun offenlegt.
„Ich kann das ja verraten: In der letzten Saison wollte mich im Herbst unbedingt der VfL Bochum holen, da habe ich kurz überlegt.“ Der Routinier sagte am Ende jedoch nein.
Sein Grund: „Weil ich nicht den Glauben daran hatte, dass die Mannschaft stark genug ist, um in der Bundesliga zu bleiben.“ Stattdessen wurde Dieter Hecking engagiert, der den Abstieg des VfL in die 2. Liga aber auch nicht abwenden konnte.
Ebenjener Dieter Hecking steht nun bei einem anderen VfL, in Wolfsburg, unter massivem Druck: Er hat die Aufgabe, den Klub vor dem Fall in die Zweitklassigkeit zu schützen. Für Funkel ist die Situation klar: „In der jetzigen Situation kann nur ein erfahrener Trainer, der schon alles erlebt hat, für einen Funken Hoffnung sorgen.“
Er schenkt Hecking, der umgehend einen Angestellten beim VfL Wolfsburg entließ, zwar sein Vertrauen, formuliert aber zugleich klare Vorbehalte: „Ich traue das Dieter zu, aber es wird sehr, sehr schwer. Das muss man so klar sagen.“
Funkels direkte Bewertung der Lage in Wolfsburg: Das Team braucht wahrscheinlich noch fünf Siege, hat aus 25 Begegnungen bisher aber nur fünf gewonnen. Sein Fazit dazu fällt desillusionierend aus: „Da fehlt mir die Fantasie.“
Sein Ratschlag an Hecking: In der derzeitigen Zwangslage sei er eher als Psychologe und weniger als Taktik-Genie gefragt. Er solle den Akteuren mehr Freiräume gewähren, anstatt alles digital zu planen.
Die Kompetenzen eines erprobten Krisenbewältigers hat Funkel ohne Zweifel. Deshalb stellen sich in Köln viele die Frage: Wäre er wieder ein Kandidat für den 1. FC Köln? Seine Rettungstat aus dem Jahr 2021 ist unvergessen, als er den FC mit einem 5:1-Erfolg über Kiel in der Relegation in der Liga hielt.
Wie aber äußert er sich zu einem Engagement am Geißbockheim? Seine Antwort ist kurz und prägnant: „Mich hat noch keiner angerufen.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

