Die Vertragsverlängerung mit FC-Geschäftsführer Philipp Türoff ist praktisch besiegelt, die mit Thomas Kessler nicht mehr weit entfernt.
Klub vor Einigung im Kessler-PokerFC will Geschäftsführer-Personalien zeitgleich verkünden

FC-Vizepräsident Ulf Sobek und Sportdirektor Thomas Kessler im Trainingslager in La Nucia
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Im Wahlkampf hatte sich der neue Vorstand des 1. FC Köln öffentlich festgelegt, dass Thomas Kessler vom Sportdirektor zum neuen Geschäftsführer befördert werden soll. Das war im September. Doch besiegelt wurde die Personalie bis heute nicht. Das könnte nach Informationen dieser Zeitung allerdings in der kommenden Woche der Fall sein. Das Ende des Kessler-Pokers ist damit in Sicht.
„Wir sind in einem guten Austausch. Im Augenblick liegt der absolute Schwerpunkt auf der Kaderplanung für die zweite Halbserie“, sagte FC-Vizepräsident Ulf Sobek im Interview im Trainingslager des Bundesligisten an der Costa Blanca. Auf die Frage, was denn noch für eine Beförderung fehle, wich Sobek eher aus mit der Bitte um Verständnis, dass er zu vertraulichen Gesprächen keine Wasserstandsmeldungen abgeben könne.“ Und auf die Frage, ob es auch einen anderen Sport-Geschäftsführer als Kessler beim FC geben könnte, antwortete Sobek: „Theoretisch natürlich ja. Die Frage stellt sich aber derzeit nicht.“
Der Vizepräsident hätte auch antworten können, dass Kessler der einzige Kandidat ist und nur noch Details bis zur Verkündung zu klären seien, tat das allerdings nicht.
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Was ist da los, fragt sich schon manch geneigter Betrachter. Am Ende vielleicht gar nichts, denn das Ziel des Vorstands bleibt weiterhin das, von dem der „Kölner Stadt-Anzeiger“ bereits Anfang Dezember berichtet hatte: Das Präsidium plant die Zukunft mit drei Geschäftsführern, die allesamt mit Verträgen bis 2028 ausgestattet sein sollen. Doch noch ist das nicht der Fall. Aus Gründen.
FC will Doppelschlag verkünden
Bis dato steht einzig der neue Marketing-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld bis zum 30. Juni 2028 beim FC unter Vertrag. Die Verlängerung mit Geschäftsführer Philipp Türoff bis Ende 2028, der die Bereiche Finanzen und Administration verantwortet, ist im Prinzip beschlossene Sache. Türoff, der sich beim FC wohlfühlt, ist sich mit dem Vorstand einig, auch der Gemeinsame Ausschuss hat der Vertragsverlängerung mit dem 49-Jährigen bereits zugestimmt.
Offiziell verkünden will man sie zeitgleich als „Doppelschlag“ – auch als Zeichen nach außen. Also dann, wenn auch mit Kessler alles geklärt ist. Beim FC-Urgestein dürfte es im Gemeinsamen Ausschuss ebenfalls keine Widerstände geben und die Zustimmung des Gremiums als sicher gelten.
Kessler geht es auch um Sicherheiten
Doch noch stockt es in den Verhandlungen mit dem bisherigen Sportdirektor, dessen aktueller Kontrakt bis Juni 2027 läuft. Der neue Vorstand ist zwar von Kessler überzeugt. Doch noch läuft der Poker. Es geht um Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und um finanzielle Fragen und eine Wertschätzung der Arbeit. Und für den Familienvater, der mit zweijähriger Unterbrechung seit 2000 im Klub ist, auch um eine Form der Sicherheit. Es heißt, Kessler denke eher konservativ: höheres Grundgehalt, weniger erfolgsabhängigeres Salär und Risiken. Und im Fall der Fälle auch um eine entsprechende Abfindung.
Ich kann sagen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind und dass wir nicht mehr lange brauchen werden, um etwas verkünden zu können
Am Donnerstag nun nahm Kessler Stellung zum Stand der Gespräche und zeigte sich zuversichtlich, dass in Kürze eine Einigung erreicht wird. Der 39-Jährige lobte auch Präsident Jörn Stobbe und Sobek für ihre Anwesenheit an der Costa Blanca und die Vertragsgespräche: „Es war ein sehr positives Signal, dass beide hierhin gekommen sind und sich die Trainingseinheiten angeschaut haben. Wir haben uns auch ein paar Stunden zurückgezogen,und ich kann sagen, dass wir auf einem sehr, sehr guten Weg sind und dass wir nicht mehr lange brauchen werden, um etwas verkünden zu können. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir eine finale Entscheidung haben.“ Folglich deutet alles, wie berichtet, auf eine zeitgleiche Verkündung der Geschäftsführer-Personalien hin.

