Testspiel-Remis gegen Viktoria Köln: Der 1. FC Köln sorgt sich vor dem Derby um die verletzten Stürmer Dallinga und Ache.
FC-Sorgen vor dem DerbyZwei Stürmer nach Test bei Viktoria in der Klinik

FC-Stürmer Thijs Dallinga verletzte sich im Testspiel bei Viktoria Köln.
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Eine Woche vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 11. Oktober 2026, 15.30 Uhr) wollte der 1. FC Köln im Test gegen den lokalen Konkurrenten Viktoria Köln eigentlich Selbstvertrauen tanken und im Rhythmus bleiben.
Stattdessen entwickelte sich der Nachmittag zu einem Fiasko für den FC: Zwei Angreifer zogen sich Blessuren zu und das Spiel endete mit einem schmeichelhaften 2:2-Remis. Noch während der Partie ging es für Thijs Dallinga und Ragnar Ache für Untersuchungen in die Mediapark-Klinik.
Dallinga musste gestützt den Platz verlassen
Dabei hatten sich im Vorfeld viele auf die Begegnung gefreut. Viktoria Köln befindet sich unter der Leitung von Trainer Marian Wilhelm (38) in einem Formhoch. In der 3. Liga rangiert das Team nach sieben Partien auf dem zweiten Platz. Mit fünf Erfolgen sammelte die Mannschaft bereits 15 Zähler, lediglich der MSV Duisburg liegt mit 18 Punkten vor der Viktoria.
Beim FC fehlten neun Nationalspieler, zu denen die Offensivakteure Said El Mala und Mikey Moore sowie die Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey, Luka Lochoshvili und Rav van den Berg zählten. Alessio Castro-Montes fiel aufgrund von muskulären Problemen aus. Dennoch erwartete Trainer René Wagner (38) einen Fortschritt und wollte einige junge Spieler testen.
In der zentralen Abwehr startete Assad Kotya-Fofana (18). Der 1,96 Meter große Defensivmann hatte erst kürzlich einen Profikontrakt unterschrieben.
Nach zwölf Spielminuten ging der FC mit 1:0 in Führung. Sebulonsen hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, woraufhin Tim Kloss den Ball ins eigene Netz lenkte.
In der 21. Minute ergab sich die erste große Gelegenheit für die Heimmannschaft: Nach einem Patzer im Spielaufbau kam Niklas Castelle zum Schuss. Den leicht abgelenkten Ball parierte Ron-Robert Zieler hervorragend.
Dann folgte der erste Tiefschlag für den FC: Thijs Dallinga blieb nach einem Duell mit Tim Kloss im Sechzehner am Boden. Es handelte sich wohl nicht um ein Foul, doch der niederländische Angreifer zog sich eine Knieverletzung zu (28. Minute). Dallinga musste von Betreuern vom Spielfeld geleitet werden, da er mit dem rechten Bein kaum auftreten konnte.
Nach diesem Schreckmoment erlitt das Spiel des FC einen Bruch. Während die Mannschaft noch die Kontrolle suchte, erzielte Luca Wolf unbedrängt den 1:1-Ausgleich. Tobias Eisenhuth hatte ungestört zum Fünfmeterraum flanken können (34.). Zu diesem Zeitpunkt agierte der FC in Unterzahl.
Für Dallinga wurde Ragnar Ache eingewechselt. Nur drei Minuten darauf fiel das 2:1 für die Heimmannschaft. Diesmal unterlief Ellyes Skhiri ein Fehler im Spielaufbau. David Otto nutzte die Gelegenheit und traf den Pfosten, Castelle verwertete den Abpraller zur Führung.
Für den FC wurde die Situation noch schlimmer: Ache verletzte sich bei einem missglückten Ballkontakt und griff sich an den hinteren Oberschenkel. Er blieb bis zum Halbzeitpfiff auf dem Spielfeld. Im zweiten Durchgang wurde er durch Imad Rondic ausgetauscht.
Wagner wechselte zudem Luis Stapelmann, Linton Maina und David Fürst ein. Der FC konnte sich hinten derweil bei seinem Torwart bedanken, der gegen Jakob Sachse erneut stark parierte (68.).
Viktoria Köln gibt im zweiten Durchgang den Ton an
Viktoria war in der zweiten Spielhälfte mit einer kompletten B-Mannschaft gegen den FC teilweise überlegen – agierte schneller, fand mehr Räume und führte aggressivere Zweikämpfe.
Dennoch gelang dem FC nach 75 Minuten der Ausgleich nach einem Eckball. Borna Sosa flankte den Ball an den ersten Pfosten, wo Bülter am höchsten stieg und zum 2:2 einköpfte. Kurz danach wurden noch Fayssal Harchaoui, Etienne Borie, Luc Dabrowksi und Jonathan Friemel eingewechselt.
Mit dem Ergebnis kann der FC deutlich besser leben als mit den Ausfällen seiner beiden Offensivkräfte. Der Klub wartet jetzt auf die Ergebnisse der Untersuchungen. Gegen die Fohlenelf steht womöglich mit dem bereits zuvor nicht berücksichtigten Rondic nur noch ein fitter gelernter Mittelstürmer bereit. (red)
