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FC verabschiedet TrioEin letztes Spalier in Müngersdorf für Kainz, Heintz und Kilian

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1. FC Köln vs. Bayer Leverkusen, 33. Spieltag, 10-05.2026, 17.30 Uhr, Verabschiedung Kilian, Heintz, Kainz (1. FC Köln), Bild: Herbert Bucco

Luca Kilian (v.l.), Dominique Heintz und Florian Kainz verabschieden sich von den FC-Fans.

Der 1. FC Köln hat die drei langjährigen Kölner Profis verabschiedet. Die peinliche Pleite trübte etwas die Stimmung.

Insbesondere die Südkurve blieb. Während nach dem peinlichen 1:3 gegen Heidenheim tausende enttäuschte Fans das Rhein-Energie-Stadion bereits verlassen hatten, hielten die Ultras geschlossen stand und reckten Plakate als letzten Gruß in den Abendhimmel: „Danke für 7,5 Jahre 1. FC Köln, Kainzi.“ „LK15 – Für immer einer von uns.“ „Für die Farben alles gegeben – Danke Heintzi.“

Es hätte eine würdige Abschiedsparty für drei verdiente Spieler werden sollen. Doch die besorgniserregende Pleite trübte etwas die Stimmung, als der FC Florian Kainz (33), Dominique Heintz (32) und Luca Kilian (26) verabschiedete. Auf dem Rasen bildete die FC-Familie ein Spalier, alle gekleidet in T-Shirts mit dem Aufdruck „Mach et joot“ auf dem Rücken. Auch der Vorstand um Präsident Jörn Stobbe war auf dem Platz.

Thomas Kessler: „Selten einen Spieler gesehen, der ab dem ersten Tag so eine hohe Identifikation mit dem FC hatte“

 Den Anfang machte Luca Kilian – der Pechvogel der Verabschiedung. Drei Kreuzbandrisse hat der Verteidiger in seiner FC-Zeit erlitten, kämpft seit Monaten für sein Comeback. Zunächst zeigte ein emotionaler Film die bewegendsten Szenen seiner Zeit beim FC. Sportchef Thomas Kessler fand warme Worte: „Ich habe selten einen Spieler gesehen, der ab dem ersten Tag so eine hohe Identifikation mit dem FC hatte. Du hast leider viele Verletzungen gehabt, sodass der Weg hier erstmal zu Ende ist.“ Kilian richtete seinen Dank vor allem an die Fans: „Ich bedanke mich bei der aktiven Fanszene, wie sehr ihr mich unterstützt habt während der schweren Zeit. Wir sehen uns irgendwann wieder.“

Weiter ging es mit Dominique Heintz. Kessler, der einst selbst mit Heintz die Kabine geteilt hatte, dankte ihm persönlich: „Wir sind zusammen nach Europa gekommen. Vielen Dank für alles, was du für diesen Klub getan hast.“ Heintz, der enttäuscht war, dass man ihm keinen neuen Vertrag angeboten hatte, und seine Karriere andernorts fortsetzen wird, verabschiedete sich mit Haltung und Herzblut: „Es war mir eine Ehre, für euch spielen zu dürfen. Der FC ist für mich zur zweiten Heimat geworden, ich werde ihn immer im Herzen tragen. Das ist kein Tschüss, sondern ein bis bald.“

Den emotionalen Abschluss machte Florian Kainz. Der Österreicher, der im Sommer seine aktive Karriere beendet, blickte mit Dankbarkeit auf seine Zeit zurück und richtete seine letzten Worte an die Fans, die trotz allem geblieben waren: „Danke, dass wir so einen tollen Abschied bekommen haben. Wir sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Ich wünsche dem ganzen Verein nur das Beste für die Zukunft.“ Dass er seinen Abschied in der Bundesliga feiern kann, war Kainz nach eigenen Worten sehr wichtig – gerade nach dem Abstieg, den er als Kapitän mitverantwortet hatte. „Ich bin sehr froh, dass wir die Klasse gehalten haben. Ich muss meine Karriere nicht als Absteiger beenden.“