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Köln ist ligaweites SchlusslichtBittere Bundesliga-Statistik für FC-Fans

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Spielszene im Duell des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim.

Das bislang letzte Samstagnachmittag-Spiel für den 1. FC Köln: Am 23. Spieltag ging es zu Hause gegen die TSG Hoffenheim.

Die neuen Spieltermine für den 1. FC Köln sind bekannt. Für viel Freude bei den Fans sorgen die Ansetzungen nicht.

Der 1. FC Köln ist in der Tabelle der Bundesliga über die vergangenen Wochen immer weiter in Richtung der Abstiegszone gerutscht. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist auf nur zwei Zähler geschrumpft.

Die Kölner Fans machen wegen der angespannten sportlichen Lage bereits eine schwierige Phase durch. Eine zusätzliche Bundesliga-Statistik drückt nun weiter auf die Stimmung vieler Anhänger.

Keine Änderung für den FC bis zum 30. Spieltag in Aussicht

In der laufenden Saison trat kein Klub seltener zur traditionellen Bundesliga-Zeit am Samstag um 15.30 Uhr an als der FC. Die DFL gab am Donnerstag (5. März 2026) nun die Ansetzungen für die Spieltage 28 bis 30 bekannt. Dabei wurde deutlich, dass die Kölner bei diesen drei Partien kein einziges Mal an einem Samstagnachmittag spielen werden.

Die Mannschaft reist sonntags zu Eintracht Frankfurt (17.30 Uhr). Genau sieben Tage danach empfängt sie Werder Bremen in Köln (15.30 Uhr). Die Auswärtspartie beim FC St. Pauli findet an einem Freitag statt (20.30 Uhr). Somit wird der Verein nach Abschluss des 30. Spieltags nur neun Partien am Samstag um 15.30 Uhr absolviert haben.

Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach am 27. Spieltag (21. März) ist die einzige der kommenden sechs fest angesetzten Begegnungen, bei der die Kölner zur gewohnten und populärsten Bundesliga-Anstoßzeit spielen. Fans der Konferenz bei DAZN sehen den FC daher ebenfalls nur selten.

Dieser Trend bei den Ansetzungen ist für die Anhänger aus Köln nicht allein aus gefühlsmäßigen Aspekten unerfreulich. Reisen zu Auswärtsspielen an Freitagen oder Sonntagen stellen für zahlreiche Berufstätige eine erhebliche und oft auch schwer überwindbare Hürde dar.

Rückreise für Fans auswärts zuletzt schwer darstellbar

Vollzeitbeschäftigte können die Fahrt nach Hamburg an einem Freitag (17. April) nur schwer bewältigen, wenn sie sich nicht wenigstens einen halben Urlaubstag nehmen. Dasselbe Problem bestand vergangene Woche bei der Freitagspartie in Augsburg. Ein Aufwand, der sich im Laufe einer langen Saison beträchtlich summiert.

Kürzlich kamen zudem noch die Auswärtsbegegnungen beim VfB Stuttgart am Samstagabend und beim SC Freiburg am Sonntagabend hinzu, die für die Reiseplanung besonders schlecht terminiert waren.

Nach der Partie in Stuttgart am Karnevalssamstag verkehrte kein Zug mehr, der realistisch für die Rückfahrt nach Köln hätte genutzt werden können. Der Verein empfahl daher ausdrücklich, nicht mit der Bahn anzureisen. Auch in Freiburg bestanden nach dem späten Spiel am Sonntag (Anstoß 17.30 Uhr) kaum Optionen für eine Heimkehr mit dem Zug.

Die Ansetzungen verdankt der FC teilweise auch seiner Funktion als Publikumsmagnet. Am Samstagnachmittag finden mehrere Partien gleichzeitig statt, während alle anderen Anstoßzeiten für Einzelpartien reserviert sind.

Da die Inhaber der Fernsehrechte, Sky und DAZN, ein Mitspracherecht haben und sich besonders ansprechende Duelle auswählen, wurden 21 von 30 Saisonbegegnungen der Kölner auf andere Uhrzeiten gelegt. (red)