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Kommentar zum 1. FC KölnLösung für die Kölner Aussortierten dringend gesucht

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Bei den FC-Profis chancenlos: Salih Özcan (l.) und Jannes Horn, der mittlerweile am Training der Kölner U21 teilnimmt.

  1. Der Kader des 1. FC Köln ist zu groß, 33 Spieler sind Vertrags-Profis.
  2. Die Transferbilanz des FC weist ein Minus von zwölf Millionen Euro auf. Es muss also noch etwas passieren. Aber was?
  3. Wohin zieht es Jannes Horn (22), Salih Özcan (21) und Frederik Sörensen (27)?

Köln – Für seine Transferpolitik hat der 1. FC Köln allseits Lob erhalten. In der Tat scheint sich der Aufsteiger auch so vielversprechend verstärkt zu haben wie seit Jahren nicht mehr. Die ersten Ergebnisse werden zeigen, ob der Vorschusslorbeer zurecht verteilt wurde. Das ist gewiss eine Plattitüde, an der im Sport aber kein Weg vorbei führt.

Die Hausaufgaben erledigt hat der FC indes noch nicht. Die Transferbilanz weist ein Minus von rund zwölf Millionen auf. Eines, das sich der Klub laut Geschäftsführer Alexander Wehrle leisten könne, das man durch Abgänge aber etwas aufpolieren kann. Und: Der Kader ist zu groß, 33 Spieler sind Vertrags-Profis.

Drei  Akteure, die den Verein verlassen können oder sollen, stehen dabei besonders im Fokus: Jannes Horn (22), Salih Özcan (21), Frederik Sörensen (27). Jeder hat seine eigene Geschichte beim FC. Gemein haben alle dies: Sie müssen sich wie Aussortierte fühlen – ob durch eigenes Verschulden oder nicht.

FC hat Trio einst mit Top-Verträgen ausgestattet

Denn es gibt immer auch zwei Seiten der Medaille. Wie es so schön heißt: Keiner von ihnen hat silberne Löffel gestohlen. Es war der FC, damals in Person von Sportchef Jörg Schmadtke, der sie mit gut dotierten und langfristigen Verträgen ausstattete. Der des seit zwei Jahren fast chancenlosen Sörensen läuft bis 2021, der von Horn, der 2017 rund 7,5 Millionen Euro Ablöse kostete, sogar bis 2022. Seien wir  ehrlich: Wer würde ein Top-Gehalt bei einem Erstligisten  und das Leben in Köln ohne eine sehr gute Alternative einfach  aufgeben?

Die andere Seite: Die Spieler sollten, wie Sportchef Armin Veh zu Recht anmahnte, ihre Karriere im Blick haben. Und ihre ist in Köln in eine Sackgasse geraten.

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Am traurigsten muss einen die Entwicklung bei Özcan stimmen. Der gebürtige Kölner galt als das ganz große Versprechen für die FC-Zukunft und erhielt nicht umsonst  2017 die höchste DFB-Auszeichnung für Nachwuchsfußballer. Doch seine Karriere stagniert nicht mehr nur. Unter Neu-Trainer Achim Beierlorzer scheint das Talent (Vertrag bis 2020)  ganz außen vor.

Hannover 96 soll sich – vor allem in Person von Sportdirektor Jan Schlaudraff – um Özcan und Horn intensiv bemühen. Schlaudraff war zuvor für die Kölner Beratungsagentur SportsTotal tätig. Zwei ihrer Klienten sind: Horn und Özcan. Ein Wechsel zum Absteiger wäre eine Lösung, die klappen und alle zufriedenstellen könnte. Sörensen sah das offenbar anders, wollte nicht zu 96. Aber auch der Däne hat noch etwas Zeit: Das Transferfenster schließt am 2. September.