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Konkretes Angebot abgelehntDas hat Brighton dem 1. FC Köln und Said El Mala geboten

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Deutschland: Bundesliga 2025/26 1. FC Köln vs. VfL Wolfsburg 20. Spieltag Freitag, 30.01.2026 RheinEnergieSTADION Nordrhein-Westfalen, Deutschland Said El Mala FC Köln, 13 *** Germany Bundesliga 2025 26 1 FC Köln vs VfL Wolfsburg 20 Matchday Friday, 30 01 2026 RheinEnergieSTADION North Rhine-Westphalia, Germany Said El Mala FC Köln, 13 Copyright: xCelinaxLeiersx

Said El Mala beim 1:0-Sieg des FC gegen Wolfsburg. Nach seiner Einwechslung hatte der Offensivspieler noch eine gute Schusschance

Premier-League-Klub Brighton lässt beim Kölner Ausnahmetalent und dessen Bruder Malek El Mala nicht locker und gab ein schriftliches Angebot ab. 

Beim 1. FC Köln macht Said El Mala gerade seine erste nicht so einfache Phase im Profifußball durch – was für einen 19-Jährigen in seiner ersten Bundesliga-Saison nicht verwunderlich ist. In den vergangenen sechs Pflichtspielen nahm der Senkrechtstarter der Hinrunde vier Mal zu Beginn auf der Bank Platz. Trainer Lukas Kwasniok setzt im Kampf um den Klassenerhalt, der beim FC oberste Priorität genießt, nicht so konsequent auf El Mala, wie es das ehrgeizige Ausnahmetalent selbst gerne hätte. Und wie es vermeintliche Experten erwarten.

Auf El Mala prasselt viel ein. Ereignisse, die ein Teenager nicht ganz abstreifen kann, die ihn beeinflussen. Wie etwa dieses: Dem 1. FC Köln lag ein millionenschweres Angebot aus der englischen Premier League für El Mala vor, dass der Bundesliga-Aufsteiger allerdings ausschlug. Der vom deutschen Trainer Fabian Hürzeler trainierte Brighton & Hove Albion legte den Kölnern in der vergangenen Woche eine konkrete, schriftliche Offerte vor. Die Südengländer, die bereits zuvor ihr Interesse an El Mala bekundet hatten, machten ernst. Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ decken sich mit den denen der „Sport Bild“, die zuerst berichtete.

1. FC Köln: Verantwortliche legen nach Angebot ihr Transfer-Veto ein

Die Eckdaten des Angebots nach Informationen dieser Zeitung: Brighton bot eine sofortige Ablöse von rund 26 Millionen Euro, dazu Boni sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von zehn Prozent. In Verhandlungen hätte diese Summe möglicherweise auf knapp 30 Millionen Euro und die Weiterverkaufsbeteiligung auf 15 Prozent steigen können. Geplant war zudem, neben Said auch seinen Bruder Malek (20) zu verpflichten. Beide sollten für ein halbes Jahr an den FC zurückverliehen werden, wobei Brighton ab dem 1. Februar den überwiegenden Teil der Gehälter übernommen hätte. Eine Leihgebühr für den FC wäre nicht fällig gewesen. Said El Mala hätte – wie sein Bruder Malek – in England einen Fünfjahresvertrag erhalten. Für Malek, der zum Kader der Kölner U21 zählt, allerdings zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen hatte und bis dato auf elf Einsätze in der Regionalliga kommt, war eine vertragliche „Wildcard“ vorgesehen. Das Wochengehalt für Said El Mala hätte bei rund 70.000 Euro gelegen, was etwa 3,35 Millionen Euro pro Jahr entspricht.

Auch die Haltung des Spielers selbst soll sich zuletzt verändert haben. El Mala kann sich einen Schritt in die Premier League inzwischen vorstellen. Diese Bereitschaft soll er den FC-Verantwortlichen signalisiert haben.

In der Kölner Geschäftsführung um Thomas Kessler (40) wurde das Angebot intensiv beraten und anschließend mit dem Vorstand abgestimmt. Das Ergebnis: eine vorläufige Absage. Aus Sicht des Bundesliga-Zehnten kam der Zeitpunkt kurz vor dem Ende der Winter-Transferperiode für weiterführende Gespräche ungelegen – auch wenn es sich um einen Wechsel im Sommer gehandelt hätte. Zudem bewerteten die Verantwortlichen die angebotene Ablöse als nicht ausreichend. Eine interne Schmerzgrenze hat der FC bislang nicht definiert.

Doch die Kölner haben registriert, dass der Transfermarkt erneut seltsame Blüten treibt. So wechselte jüngst mit Adrian Lahdo ein schwedischer U19-Nationalspieler, der Ende Dezember 18 Jahre alt geworden war, erst drei Pflichtspiele für Erstligist Hammarby IF bestritt und dessen Marktwert auf rund eine Million Euro taxiert wurde, für knapp zwölf Millionen Euro zu Como 1907 in die Serie A. Zum Vergleich: Nach dem Update des Branchenportals „transfermarkt.de“ war El Malas Marktwert vor Weihnachten förmlich explodiert und mit rund 40 Millionen Euro angegeben.

Ein Wechsel des gebürtigen Krefelders ist damit zumindest kurzfristig vom Tisch. Doch auch andere namhafte Vereine haben nach Informationen dieser Zeitung beim FC ihr Interesse für das Ausnahmetalent bekundet, so dass das Thema die Kölner begleiten und voraussichtlich spätestens gegen Ende der Saison wieder auf Vorlage kommen dürfte. Konkret war bislang allerdings nur die Offerte aus Brighton.