Sie ist der heimliche Star der WM. Eine 2,23 Meter große Chinesin, die selbst die Ausnahmespielerinnen aus der WNBA in den Schatten stellt.
„Kann man wenig dagegen tun“2,23 Meter groß – Chinesin überragt bei WM selbst US-Stars

Die Chinesin Zhang Ziyu ist die mit Abstand größte Basketballerin bei der WM in Berlin. (Archivbild)
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Caitlin Clark? Emma Meesseman? Leonie Fiebich? Nein, über keine andere Spielerin wird bei der Basketball-WM in Berlin so viel geredet wie über Zhang Ziyu. Die 19 Jahre alte Chinesin ist 2,23 Meter groß und überragt damit alle anderen Spielerinnen bei diesem Turnier.
Immer wieder geht ein Raunen durch das Publikum, wenn Zhang Ziyu das Parkett betritt. Zu gewaltig sind die Größenunterschiede mit ihren jeweiligen Gegenspielerinnen. Selbst die nicht gerade kleinen WNBA-Stars aus den USA wirkten neben Zhang Ziyu wie kleine Basketball-Zwerge.
„Ich habe noch nie gegen eine Frau dieser Größe gespielt“, sagte US-Superstar Caitlin Clark, die es gewohnt ist, dass alle Blicke auf sie gerichtet sind, nach dem deutlichen Sieg der USA gegen China. „Man sieht, dass sie noch lernt, wie sie ihren Vorteil am besten nutzt. Aber wenn sie den Ball in der Nähe des Korbs bekommt, kann man wenig dagegen tun.“
Karriere in der WNBA?
Einige Experten prophezeien der Chinesin, die mit 2,23 Metern ziemlich sicher auch eine der größten Frauen der Welt ist, bereits eine Karriere in der WNBA. Doch ob es wirklich dazu kommt, muss man abwarten. Zwar spricht Chinas Nationaltrainer von ihr als „ein Jahrhunderttalent, nicht nur für unser Land, sondern für die Welt“. Doch noch muss Zhang Ziyu lernen, mit ihrem großen Körper umzugehen.
Schon mit sieben Jahren maß sie 1,60 Meter und war damit einige Köpfe größer als die anderen Mädchen - und auch Jungen - in ihrem Alter. Für ihre Größe hat sie einen erstaunlich guten Wurf und ist nicht nur direkt unter dem Korb erfolgreich. Beim 75:72 gegen Puerto Rico, durch das sich China für das heutige Viertelfinale gegen Frankreich (14.30 Uhr) qualifizierte, kam Zhang Ziyu auf 13 Punkte und verwandelte fünf ihrer sechs Würfe aus dem Feld.
Spezielles Training
Probleme bereitet ihr noch das Rennen – wie vielen großen Menschen. Auch der frühere NBA-Star Shaquille O’Neal schleppte sich mehr über das Feld, wenn es darum ging, so schnell wie möglich von Korb zu Korb zu kommen. Um ihr Ausnahmetalent zu fördern, hat der chinesische Verband extra ein besonderes Programm für sie aufgelegt.
Das wird schon beim Aufwärmen vor den Partien deutlich, das die 2,23-Meter-Riesin abseits des Teams absolviert. Mit einem Extra-Coach dehnt die Chinesin ihren Körper und hält sich damit am Brett der Korbanlage fest. Fast alle anderen Spielerinnen müssen dafür in die Luft springen.
Wie sie sich auf dem Feld bei solch körperlicher Überlegenheit fühlt, würde man gerne wissen. Doch reden will Zhang Ziyu in Berlin bislang nicht. Auch nach dem Sieg gegen Puerto Rico lief sie wortlos durch die Mixed Zone und beließ es bei einem freundlichen Winken für die wartenden Journalisten. (dpa/red)
