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„Hört auf mit dem Quatsch“Julian Nagelsmann fetzt sich mit Johannes B. Kerner im TV

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Julian Nagelsmann (2.v.l.) redet gegen Johannes B. Kerner (l.) an.

Julian Nagelsmann (2.v.l.) redet gegen Johannes B. Kerner (l.) an.

Der Bundestrainer zeigte sich nach der WM-Pleite der DFB-Elf am Mikrofon auffällig dünnhäutig. Das bekam der Magenta-TV-Moderator zu spüren.

Julian Nagelsmann zeigte sich nach der Pleite in New York etwas dünnhäutig. Besonders eine Frage von Magenta-TV-Moderator Johannes B. Kerner nach dem 1:2 im dritten WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador gefiel dem 38-Jährigen so gar nicht.

Magenta-Moderator Johannes B. Kerner wollte von Nagelsmann wissen, ob das Wissen um den sicheren Gruppensieg „das letzte Prozent Engagement rausgenommen“ habe. Der reagierte fast schon erbost: „Nein, bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich!“, blaffte der DFB-Coach Kerner entgegen. „Warum sollten die Jungs nicht Vollgas geben?“

Julian Nagelsmann reagiert gereizt nach DFB-Pleite

Ecuador habe es ein wenig mehr gewollt, insistierte Kerner weiter. Auch das wollte Nagelsmann so nicht stehen lassen: „Nee, die wollte es nicht mehr“, sagte der 38 Jahre alte Cheftrainer vor den Augen der Magenta-Experten Jürgen Klopp und Mats Hummels, die sich nicht in den hitzigen Austausch einmischten. „Die haben halt in vielen Aktionen ein bisschen mehr Risiko genommen“, schob Nagelsmann noch nach.

Weil ihm Nagelsmanns Ausführungen zu allgemein blieben, unterbrach Kerner plötzlich den Bundestrainer: „Ich versuche herauszufinden, was du selbst siehst – wo es besser werden kann.“ Nagelsmann reagierte sichtlich verärgert: „Ja, an vielem. Aber das teile ich nicht mit euch, sondern mit der Mannschaft. Erst sollen es die Spieler erfahren – und dann dürft ihr es erfahren.“

Manuel Neuer in Aktion

Manuel Neuer konnte erneut nicht zu Null spielen.

Julian Nagelsmann stärkt Manuel Neuer den Rücken

Im weiteren Verlauf der Unterhaltung stärkte Nagelsmann auch Keeper Manuel Neuer. „Es ist wieder extrem ärgerlich für Manu, dass er so die Winner-Aktion leider noch nicht hatte. Die Abschlüsse waren alle eklig“, sagte er.

Für den Weltmeister von 2014 läuft die WM in den USA bislang enttäuschend. Auch der Bayern-Keeper muss sich Kritik gefallen lassen. Eine Torhüter-Diskussion wollte Bundestrainer Nagelsmann jedoch gar nicht erst aufkommen lassen.

Durch den Sieg gegen die favorisierte DFB-Elf steht Ecuador als Gruppendritter wie Nagelsmanns Team und der Tabellenzweite Elfenbeinküste ebenfalls im Sechzehntelfinale. Der Gegner der deutschen Elf wird erst am Sonntag ermittelt. Bereits am Montagabend um 22.3o Uhr geht es für die Nagelsmänner dann bei der WM weiter. 

Einen Einfluss habe die Gruppenkonstellation allerdings schon gehabt, gab Nagelsmann zu. „Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, vielleicht in Momenten, wo wir zwingend noch ein Tor brauchen. Aber ich kann jetzt keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ.“ (mbr)