Der Weltmeister von 1990 kann die Kritik an Sané nach dessen WM-Auftritten nachvollziehen, trotzdem findet er auch lobende Worte für den Flügelstürmer.
„Mehr möglich“Matthäus zählt Nagelsmanns Sorgenkinder an – verschont aber Problemfall

Die DFB-Spieler lauschen, was Julian Nagelsmann zu sagen hat.
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Lothar Matthäus kann die anhaltende Kritik an Leroy Sané nachvollziehen. Der deutsche Nationalspieler bleibe bei der WM-Endrunde in den USA bislang hinter den Erwartungen zurück. Doch auch andere Leistungsträger von Julian Nagelsmann nahm die Bayern-Legende in die Pflicht.
Von Sané erwarte man spektakuläre Dribblings, Abschlüsse und Tore, doch bisher sei zu wenig gekommen. Entsprechend stehe der Offensivspieler zumindest teilweise zu Recht in der Kritik.
Lothar Matthäus nimmt Leroy Sané in Schutz
Der Weltmeister von 1990 betonte zugleich, Sané sei derzeit nicht der Akteur, „den wir schon häufiger gesehen haben“. Ein Spiel wie zuletzt im WM-Qualifikations-„Finale“ gegen die Slowakei (6:0) könnte die Debatte beruhigen, doch ein solcher Auftritt ist ihm im Turnier bislang nicht gelungen.

Lothar Matthäus teilt gerne aus.
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Gleichwohl nahm Matthäus den Profi von Galatasaray Istanbul gegen überzogene Vorwürfe in Schutz. Sané habe Ansätze gezeigt und arbeite fleißig, so Matthäus. Er spiele mutig nach vorne, treffe aber häufig die falschen Entscheidungen. Im Spiel gegen die Elfenbeinküste habe Sané zudem „sehr gut“ in der Defensive mitgeholfen.
Lothar Matthäus kritisiert Jamal Musiala und Florian Wirtz
Nach Einschätzung von Matthäus betrifft das Thema Form nicht nur Sané: Auch andere Leistungsträger hätten bei der WM noch Luft nach oben. „Es sind andere auch da, die bisher noch nicht ihre Leistung gebracht haben, wie wir das von ihnen erwartet haben. Bei Musiala, Wirtz und Sané ist einfach mehr möglich und dieses Mehr brauchen wir, um eben ganz weit zu kommen“, sagte die DFB-Legende.
Den verletzungsbedingten Ausfall von BVB-Starverteidiger Nico Schlotterbeck hält der DFB-Rekordnationalspieler dagegen für verkraftbar. Antonio Rüdiger habe sich als möglicher Ersatz weiterentwickelt, wirke ruhiger und verdiene Vertrauen. In der deutschen Nationalmannschaft habe der Verteidiger von Real Madrid seine Aufgabe „immer gut“ erfüllt.
Der Dortmunder wird als Zuschauer mit im Stadion sein. Nagelsmann bezeichnete den Ausfall als „tragisch“. Aber es sei auch schön, „dass das Top-Verhalten von Toni, als er nicht gespielt hat, jetzt belohnt wird. Toni ist körperlich auf einem Top-Niveau“, sagte der Bundestrainer. (mbr/sid)

