Das Ringen um Said El Mala geht weiter. Borussia Dortmund will das Toptalent verpflichten, aber auf die Kölner Ablöseforderungen nicht eingehen.
BVB oder FC?100-Millionen-Euro Paket: Poker um El Mala spitzt sich zu

Said El Mala geht während der Saisoneröffnung auf den Stadion-Vorwiesen in Müngersdorf mit seinen Mannschaftskollegen von der Bühne.
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Ein Angebot, das er kaum ausschlagen kann, hat Said El Mala bereits bekommen. „Said, wenn du in Köln bleibst, lade ich dich zu einem Döner ein“, sagte ein kleiner Effzeh-Fan beim Trainingsauftakt des 1. FC Köln am Samstag. Doch der junge Anhänger muss sich auf Konkurrenz einstellen: Sein Versprechen ist längst nicht das einzige Angebot, das El Mala in den vergangenen Wochen erreicht hat. Vor allem Borussia Dortmund bemüht sich intensiv um den 19-Jährigen.
Das Tauziehen zwischen dem BVB und dem FC zieht sich inzwischen schon seit mehreren Wochen hin. Dem Vernehmen nach haben die Dortmunder ein konkretes Angebot abgegeben, das bei mehr als 30 Millionen Euro fixer Ablöse liegen soll, hinzu sollen Bonuszahlungen von bis zu zehn Millionen kommen. Inklusive Gehalt, verschiedener Erfolgsboni, Auflaufprämien und Handgeld könnte das Gesamtpaket am Ende für den BVB ein Volumen von bis zu 100 Millionen Euro erreichen.
Thomas Kessler über Said El Mala: „Er fühlt sich hier wohl, er trainiert fantastisch“
Die Kölner fordern dennoch beharrlich 50 Millionen Euro Ablöse. Laut „Express“ sollen die Dortmunder intern bereits entschieden haben, diese Summe nicht zu bezahlen. Zwar soll das aktuelle Angebot noch einmal leicht nachgebessert werden, bei der Ablösesumme „müsste aber eine 4 vorne stehen - nur so kann der Deal noch zustandekommen“, berichtete die „Bild“-Zeitung.
Köln kann den Entwicklungen gelassen entgegensehen. Der Klub hat keinen Zeitdruck, El Mala abzugeben. „Er fühlt sich hier wohl, er trainiert fantastisch, und ich habe Lust, ihn wieder bei uns im Stadion zu sehen. Ganz Köln liebt den Jungen“, sagte Sportchef Thomas Kessler. Dabei befindet sich der FC in einer komfortablen Verhandlungsposition: El Mala verlängerte seinen Vertrag erst im Juli 2025 bis zum 30. Juni 2030 – ohne Ausstiegsklausel.
„Ich bin nach wie vor überzeugt davon, dass er diese Saison für uns spielt. Stand heute gibt es keinen Grund, einen anderen Gedanken zu haben“, betonte der Sportchef. Möglicherweise wollen die Kölner Verantwortlichen auch ein schmerzhaftes Déjà-vu vermeiden.
2020 ließen sie den heutigen Nationalspieler Florian Wirtz für lediglich 200.000 Euro Ausbildungsentschädigung zu Bayer Leverkusen ziehen. Ein Talent dieser Größenordnung soll den FC kein zweites Mal so günstig verlassen.
El Mala wird in den Vertragsgesprächen von seinen Eltern vertreten. Da diese einem Wechsel nach Dortmund offenbar nicht abgeneigt sein sollen, wird Kessler nicht müde, den „vertrauensvollen Austausch“ und den „Spaß“, den man mit der ganzen Familie El Mala habe, zu betonen. Ob das am Ende ausreicht, den Offensivspieler in Köln zu halten, bleibt jedoch offen.
Für einen Verbleib in Köln gibt es inzwischen allerdings zumindest noch ein weiteres Argument – den versprochenen Döner. (red/sid)
