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Bayer 04 LeverkusenFrimpong und Hincapie in England begehrt – Paulinhos Zukunft wohl geklärt

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Jeremie Frimpong im Training der niederländischen Nationalmannschaft in Katar

Jeremie Frimpong hofft auf sein Debüt in der niederländischen A-Nationalmannschaft.

Jeremie Frimpong war in einer schwachen Leverkusener Hinrunde der wohl auffälligste Profi. Auch deshalb wurde der Niederländer in den WM-Kader berufen. Nun steht der 21-Jährige offenbar im Fokus von Manchester United.

Vier Profis von Bayer 04 Leverkusen weilen derzeit bei der Fußball-WM in Katar: Sardar Azmoun (Iran), Exequiel Palacios (Argentinien), Piero Hincapie (Ecuador) und Jeremie Frimpong (Niederlande). Während Azmoun, Palacios und Hincapie bereits für ihre Länder zum Einsatz gekommen sind, wartet ausgerechnet Frimpong, Leverkusens formstärkster Profi der enttäuschenden Hinrunde, auf sein Debüt für die Elftal.

Jeremie Frimpong soll einem Wechsel zu Manchester United nicht abgeneigt sein

Ungeachtet dessen haben die teils spektakulären Bundesliga-Auftritte des 21 Jahre alten Flügelspielers offenbar Begehrlichkeiten bei europäischen Topklubs geweckt. Besonders Manchester United soll Interesse an Frimpong haben. Laut Sky soll der Rechtsfuß einem Wechsel im Sommer nicht abgeneigt sein. „Interesse von großen Klubs an unseren Spielern ist keine Überraschung. Ich sehe ja, welche Scouts bei uns immer wieder auf der Tribüne sitzen“, sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Piero Hincapie im Trikot von Ecuadors Nationalmannschaft

Spielt ein bislang starkes WM-Turnier: Piero Hincapie von Bayer 04 Leverkusebn

In Manchester kennt sich Frimpong gut aus, der gebürtige Amsterdamer wurde in der Jugend von United-Rivale Manchester City ausgebildet, ehe er 2019 zu Celtic Glasgow wechselte. Von dort hatte ihn Bayer 04 Anfang 2021 für elf Millionen Euro Ablöse verpflichtet. Frimpongs Vertrag läuft in Leverkusen noch bis 2025. „Er hat noch ausreichend Vertrag, wir haben keine Sorgen“, sagte Rolfes.

Auch Piere Hincapie von englischen Klubs umworben

Im Gegensatz zum Niederländer konnte Hincapie auch in Katar auf sich aufmerksam machen. Dank der abgeklärten Leistungen des 20-Jährigen gelang Ecuador ein souveränes 2:0 gegen den Gastgeber und ein beachtliches 1:1 gegen Holland. „Er spielt umsichtig, aggressiv und auch mit dem Ball gut nach vorne“, lobte Rolfes.

So ist es kaum verwunderlich, dass Hincapie ebenfalls mit zahlungskräftigen Vereinen aus England in Verbindung gebracht wird: Chelsea, Arsenal und Tottenham. Der Vertrag des Innenverteidigers beim Werksklub läuft noch bis 2026. „Auch bei ihm haben wir alle Karten in der Hand und sind nicht unter Druck“, sagte Rolfes. Eine vorzeitige Vertragsverlängerung ist nicht ausgeschlossen. „Gerade bei jungen Spielern haben wir nichts gegen lange Vertragslaufzeiten“, so der Ex-Nationalspieler.

Paulinho vor Rückkehr nach Brasilien

Bei Paulinho stehen die Zeichen derweil auf Trennung. Der Brasilianer, der nach einem kurzen Aufflackern samt Tor beim Leverkusener 4:0 gegen Schalke auch unter Xabi Alonso keine Rolle mehr spielt, steht vor einem Leihgeschäft zum brasilianischen Erstligisten Atlético Mineiro. „Das ist eine Möglichkeit“, bestätigte Rolfes.