Bayer 04 Leverkusen verzichtet im Winter auf Transfers, da viele verletzte und abgestellte Spieler zurückkehren und für Konkurrenz sorgen.
Fernández, Palacios & Co. zurückHarter Kampf um die Stammplätze bei Bayer 04

Wieder dabei: Leverkusens Equi Fernández
Copyright: Jörg Schüler/Bayer 04 Leverkusen
Während andere Bundesligisten das Wintertransferfenster nutzen, um sich potenzielle Verstärkungen zum Klub zu holen, hat Bayer 04 nicht vor, aktiv zu werden. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Kader. Wenn nichts mehr passiert, ist das okay“, sagt Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand. Das liegt vor allem daran, dass sich die über weite Strecken der Hinrunde angespannte Personalsituation nach und nach entspannt. Die Langzeitverletzten kommen zurück. Und auch die Afrika-Cup-Fahrer werden nach und nach zurückerwartet.
Für Hjulmand bedeutet das, dass er spätestens ab Februar so viel Auswahl für seinen Spieltagskader hat wie nie zuvor seit seiner Anstellung Anfang September. In allen Mannschaftsteilen ist das Gedränge groß, der Kampf um die Plätze nimmt bei Bayer 04 noch einmal richtig Fahrt auf. Ein Überblick:
Torhüter Hier ändert sich nichts. Mark Flekken ist die klare Nummer eins. Auch in der Phase, als er in der Kritik stand, blieb Janis Blaswich der Herausforderer, durfte auch im DFB-Pokal in Paderborn nicht ran. Das Trio wird durch Klublegende Niklas Lomb komplettiert.
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Innenverteidigung Eigentlich war die Stamm-Dreierkette gefunden: Loic Badé als Abwehrchef, flankiert von Jarell Quansah und Edmond Tapsoba. Doch zuletzt drängte der Kapitän in die Innenverteidigung, da seine etatmäßige Rolle im zentralen Mittelfeld von Hjulmand anderweitig vergeben wurde. Auch Jeanuel Belocian kam nach seinem Kreuzbandriss immer besser in Form, ist eine echte Alternative.
Außenbahn Auf der linken Seite gibt es keine Fragen: Wenn er fit ist, spielt Dauerbrenner Alejandro Grimaldo. Kann er nicht spielen, ist das meist auch mit einer leichten Anpassung des Systems verbunden, da der Spanier als inverser Flügelverteidiger immer wieder ins Zentrum zieht. Für diese Rolle gibt es keinen Ersatz. Auf der rechten Seite ist die Auswahl hingegen üppig: Arthur steigerte sich in der Saison bisher stetig, glänzte zuletzt zweimal als Flankengeber bei Toren. Doch nun ist auch Lucas Vázquez nach anhaltenden Rückenproblemen wieder fit. Auch Nathan Tella kann auf der rechten Außenbahn agieren. Und dann gibt es ja noch Geheimwaffe Axel Tape, der als Defensivallrounder zudem in der Innenverteidigung oder auf der Sechs spielen kann.
Zentrales Mittelfeld Auf der Doppel-Sechs ist die Auswahl auf hohem Niveau fast unverschämt groß. Robert Andrich ist dort eigentlich kein Thema mehr, weil Aleix García und Ibrahim Maza zuletzt perfekt harmoniert haben. Bei der Partie in Leipzig (3:1) zeigte dann auch Malik Tillman, dass er dort ein Gewinn sein kann. Und jetzt drängen auch Equi Fernández und Exequiel Palacios wieder ins Team. Die zwei aggressiv zu Werke gehenden Argentinier werden ordentlich Druck machen im Kampf um die Plätze im Zentrum. Gut möglich, dass Hjulmand 2026 auch öfter mal auf drei zentrale Mittelfeldspieler setzen wird.
Offensive Halbräume Wer vor der Saison darauf gesetzt hätte, dass Jonas Hofmann und Martin Terrier hier sehr gute Chancen auf Einsatzzeiten haben, hätte eine hohe Quote erzielt. Doch beide waren zuletzt gut in Form, haben viel Werbung für sich gemacht. Aber es gibt ja auch noch Shootingstar Ernest Poku, Nathan Tella und die Starbesetzung aus Tillman und Maza. Zudem besteht die Hoffnung, dass 30-Millionen-Einkauf Eliesse Ben Seghir doch noch einschlagen wird.
Sturm Solange Bayer 04 in allen drei Wettbewerben unterwegs ist, können Patrik Schick und Christian Kofane sicher Arbeitsteilung betreiben. Sollte es in DFB-Pokal und Champions League aber nicht weit gehen, wird es spannend zu sehen, wer mehr Spielzeit bekommen wird. Im Kader steht auch noch Talent Alejo Sarco, der nach Wunsch aber im Winter noch an einen Bundesligisten verliehen werden soll.

