Leverkusen – Kurz vor der Rückkehr nach Leverkusen hatte Paulinho im Trainingslager in Zell am See noch einmal einen großen Moment im Trikot von Bayer 04 Leverkusen. Der Brasilianer erzielte im Testspiel gegen Udinese Calcio (Endstand 2:1) mit einem schönen Lupfer über den Torwart das zwischenzeitliche 2:0. Es könnte gut sein, dass dies das letzte der wenigen Tore des Stürmers für die Werkself war. In 72 Pflichtspielen hat der Olympiasieger von Tokio acht Treffer erzielt und fünf vorbereitet. Sein 2018 geschlossener Vertrag läuft 2023 aus. Im Angriffskonzept der Werkself spielt er keine große Rolle mehr.
Interessenten für das einstige Supertalent sind vorhanden. Portugal, Italien und Brasilien gelten als mögliche Transferziele, aber es hakt an der Ablöse. Paulinhos Management fordert angeblich eine Vertragsauflösung für einen ablösefreien Wechsel. Dazu ist der Werksklub, der den Stürmer 2018 für fast 20 Millionen Euro verpflichtet hatte, nicht bereit. Es ist alles eine Frage der Verhandlungen.
Dasselbe gilt auch für Mittelstürmer Joel Pohjanpalo (Vertrag bis 2023) und Mittelfeldspieler Nadiem Amiri (bis 2024), die nach ausgelaufenen Leihgeschäften die Vorbereitung unter Trainer Gerardo Seoane absolvierten. Beide spielen in den Planungen des Bundesliga-Dritten keine Rolle mehr.
Zu verschenken hat Bayer 04 wenig, denn man will weiter in die Mannschaft investieren. Der Versuch, den Ukrainer Mykaylo Mudryk (21) zu verpflichten, dauert jetzt schon Monate. Der schnelle Außenstürmer hat sich schon vor langer Zeit zu Bayer 04 bekannt, aber sein Klub Schachtar Donezk würde ihn lieber nach Brentford in die Premier League verkaufen, obwohl Bayer 04 eine ähnliche Offerte im Bereich von 15 Millionen Euro gemacht hat. Es bleibt ein Geduldsspiel.
Sicher ist, dass Bayer 04 sein Juwel Piero Hincapie (20) nicht ziehen lassen wird. Im Wochenrhythmus tauchen neuen Interessenten am Ecuadorianer auf, den Bayer 04 2021 für 6,3 Millionen Euro verpflichtet hat. Er spielt jedoch eine wichtige Rolle in den Planungen. Sein Vertrag ohne Klausel läuft bis 2026. Und der Werksklub unternimmt Anstrengungen, ihn vorzeitig zu angepassten Bezügen um ein Jahr zu verlängern.