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„Rhythmus und Intensität sind sehr wichtig“Das meint Bayer-Coach Martínez mit seiner Aussage zu Boniface

Leverkusens Fans fordern eine Chance für Victor Boniface. Doch Trainer Carles Martínez hat seine Gründe, ihn nicht öfter zu bringen.

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Bayers Neuner: Victor Boniface (l.) und Patrik Schick.

Bayer 04 Leverkusen hat derzeit wenig Probleme. Vier Pflichtspielsiege am Stück sorgen für gute Laune. Doch die Personalsituation in der Offensive bringt Trainer Carles Martínez zum Nachdenken. Christian Kofane fällt mit einer Muskelverletzung noch einige Wochen aus, auch Eliesse Ben Seghir ist mal wieder außer Gefecht.

Und beim 4:0 in Posen musste auch Pechvogel Martin Terrier erneut verletzt ausgewechselt werden. Nach Informationen dieser Redaktion hat sich der Stürmer eine Muskelverletzung am hinteren linken Oberschenkel zugezogen. Ein MRT am Freitag sollte klären, ob auch die Sehne betroffen ist. Wenn ja, wäre die Pause keine Frage von Wochen, sondern von Monaten.

Damit ist die Auswahl für das Sturmzentrum in den kommenden Wochen gering geworden. Neben Torgarant Patrik Schick (acht Tore in acht Pflichtspielen) gibt es nur noch Victor Bonifae als Option. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr, Dazn) sagte Martínez zur Situation von Publikumsliebling Boniface: „Mit Boni arbeiten wir. Ich spreche mit ihm, und er weiß Bescheid. Er versucht es, er geht den Weg mit. Für mich sind Rhythmus und Intensität sehr wichtig. Dafür treibe ich ihn an, unterstütze und motiviere ihn.“

Doch was meint der Trainer genau damit? Für Boniface war es ein langer Weg zurück. Anfang des Jahres war die Sportinvalidität wahrscheinlicher als ein Comeback auf höchstem Niveau. Doch die Knie-OP lief deutlich besser als erwartet. Die enttäuschende Leihe zu Werder Bremen ging zu Ende und Boniface startete motiviert in die Saisonvorbereitung bei Bayer 04. Er schoss Tore in Testspielen und hatte auch fünf Minuten Einfluss auf das erste Ligaspiel bei Elversberg (2:3) nach seiner Einwechslung. Seither kam er aber gar nicht mehr zum Einsatz.

Maximal als Joker eine Option

Das hat einen Grund: Martínez hält das Fitnesslevel weiterhin nicht für gut genug. Zudem gefällt ihm die Defensivarbeit nicht. Boniface nimmt sich zu viele Pausen. „Wenn er fünf, zehn, 15 oder 20 Minuten bekommt, kann er nicht das Spiel beginnen“, sagte Martínez zu möglichen Startelfeinsätzen. Es wird also trotz der Verletzungen in naher Zukunft wohl dabei bleiben: Boniface ist maximal als Joker eine Option für Bayers Trainer, der deshalb auch schon das Gedankenspiel, mit einer Falschen Neun zu spielen, öffentlich machte.

Für Boniface gilt es weiter, geduldig zu sein und sich auf und neben dem Platz professionell zu verhalten. Nur dann wird er seine Fitness verbessern und unter Martínez eine Chance erhalten.