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Terrier fällt ausBayer 04 plant gegen Freiburg Angriff auf Tabellenspitze

Bayer 04 will Freiburg von der Tabellenspitze verdrängen. Der Sonntag wird zur ersten echten Standortbestimmung der jungen Saison.

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October 15, 2026, Poznan, Poland: Miguel Gutierrez L, Ibrahim Maza C and Loic Bade R of Bayer celebrate a win during the UEFA Europa League match between Lech Poznan and Bayer 04 Leverkusen at Enea Stadium Poznan. Final score Lech Poznan 0:4 Bayer 04 Leverkusen. Poznan Poland - ZUMAs197 20261015_aaa_s197_300 Copyright: xMikolajxBarbanellx

Glückliche Leverkusener Gesichter in Polen: Miguel Gutiérrez (v.l.), Ibrahim Maza und Loic Badé.

Freiburg steht da, wo Bayer 04 hinwill. Ganz oben in der Bundesliga-Tabelle. Am Sonntag um 15.30 Uhr  (Dazn) empfängt die Werkself den Tabellenführer in der Bay-Arena. Die Ausgangslage ist klar: Leverkusen will im eigenen Stadion ein Zeichen setzen und sich in der Spitzengruppe festsetzen.

Die Breisgauer reisen mit reichlich Selbstvertrauen an. Doch auch die Werkself hat mit vier Siegen in Folge Rückenwind. Beide Teams lösten ihre internationalen Aufgaben am Donnerstag: Bayer gewann in der Europa League bei Lech Posen souverän mit 4:0, Freiburg schlug in der Conference League im heimischen Stadion den tschechischen Vertreter FK Jablonec mit 3:2.

Simon Rolfes beschreibt den Gegner mit großem Respekt. „Die machen jetzt schon seit Jahren einen herausragenden Job“, sagte er nach dem 4:0 in Posen. Der Klub sei „eine total gefestigte Mannschaft“. Früher habe man überrascht sein können, wenn Freiburg oben mitspielte. „Das ist überhaupt nicht mehr der Fall. Sie sind einfach gut.“ Daraus folgt für den Sportdirektor eine klare Aufgabe: „Wir müssen alles versuchen, dass wir den Spitzenreiter der Bundesliga da oben runterholen.“

Rechnerisch ist sogar mehr möglich. Patzen am Samstag Borussia Dortmund bei Union Berlin und der FC Bayern gegen Leipzig, könnte Leverkusen mit einem Sieg gegen Freiburg mit zwei Toren Unterschied nach dem sechsten Spieltag vom Platz an der Sonne grüßen.

Sorge nach Ausfall von Martin Terrier

Darüber möchte Martínez freilich nicht sprechen. Freiburg werde „ein Topspiel“ sein, und Bayer müsse „mit der besten Leistung antworten“. Jede Aktion zählt, weil der Gegner in jedem unkonzentrierten Moment Schaden anrichten kann. Den Freiburger Trainer Julian Schuster kenne er noch nicht. Er habe aber „das Gefühl, dass er leidenschaftlich ist und dieselben Dinge will“.

Die größte Sorge bei Bayer ist der Ausfall von Martin Terrier. Nach Informationen dieser Redaktion hat sich der Stürmer eine Muskelverletzung am hinteren linken Oberschenkel zugezogen. Ein MRT am Freitag sollte klären, ob auch die Sehne betroffen ist. Wenn ja, wäre die Pause keine Frage von Wochen, sondern von Monaten. Rolfes wollte nach dem Spiel in Posen nichts Genaues sagen: „Nein, nein, wir müssen morgen gucken. Er hat ein bisschen was gespürt.“

Mit Terrier fehlt der dritte Offensivspieler nach Elias Ben Seghir und Christian Kofane. Im Sturmzentrum wird die Auswahl kleiner. Neben Patrik Schick bleibt mit Victor Boniface eine etatmäßige Neun. Dessen Fitness reicht allerdings noch nicht für intensive 90 Minuten. Deshalb gewinnt die falsche Neun an Gewicht. In Posen habe man in der letzten Minute „etwas mit zwei falschen Neunern geschaffen“, sagte Martínez. Diese Variante kann Schick im dichten Programm entlasten. Als Kandidaten gelten Malik Tillman und Ibrahim Maza.

Patrik Schick bleibt der Torgarant, steht nach seinem Doppelpack in Posen bei acht Treffern in acht Pflichtspielen. Rolfes lobt ihn ohne Vorbehalt: „Der weiß, wo das Tor steht.“ Der Stürmer sei „topfit“ und „in sehr guter Verfassung“. Gerade deshalb darf er nicht verheizt werden. Das Programm aus Europa League, DFB-Pokal und Bundesliga ist dicht. Ein Stürmer in Topform braucht Einsatzzeiten, die Körper und Spiel tragen. Schick wurde in der Vergangenheit mehrfach von Verletzungen gebremst. Wer ihn gezielt steuert, sichert sich seine Qualität in den vollgepackten Wochen. Immerhin konnte er nach seinem Rücktritt aus der tschechischen Nationalmannschaft in der zurückliegenden Länderspielphase Körner sparen.

Ähnlich dosiert muss Nathan Tella eingesetzt werden. Der Flügelspieler hat eine lange Verletzungshistorie und stand in Posen etwas überraschend von Beginn an auf dem Platz. Auch Tella ist eine Option als Neuner. Unter Meistercoach Xabi Alonso hat er bereits als vorderste Spitze gespielt. Rolfes betont, dass die Breite des Kaders zur Teamhygiene gehört: „Jeder, der seine Sache gut macht, bekommt die Möglichkeit zu spielen.“ Martínez hat bereits mehrfach betont, dass ein Startelf-Einsatz für ihn keine echte Auszeichnung ist. Ihm ist auch wichtig, welche elf Spieler beim Abpfiff auf dem Platz stehen

Bei Ben Seghir und Montrell Culbreath, der wieder ins Teamtraining eingestiegen ist, möchte Leverkusen kein Risiko eingehen. Beide sollen Schritt für Schritt zurückkommen. Martínez sagt, es gehe nicht „von null auf hundert“.

Für eine dosierte Rückkehr gibt es reichlich Gelegenheiten. Die Europa League wartet bereits am Donnerstag wieder mit dem Auswärtsspiel bei OFI Kreta. Rolfes hat das Ziel klar formuliert: „Wir wollen in die Top Acht kommen.“ In der Europa League ist Leverkusen aktuell Zweiter. Eine Platzierung, die sich die Werkself durch ein erfolgreiches Freiburg-Spiel auch für die Bundesliga vorstellen könnte.

Leverkusen: Flekken – Quansah, Tapsoba, Medina, Gutiérrez – Fernández, García – Diaby, Maza, Moreira – Schick; Freiburg: Backhaus - Treu, Ginter, Lienhart, Makengo - Eggestein, Engelhardt - Beste, Höler, Scherhant – Matanovic; Schiedsrichter: Badstübner (Nürnberg).